alt= alt= alt=

START  |  AKTUELLES  |  PRESSE   |  ZUR PERSON   |  FOTOSTRECKE  |  KONTAKT

"Die Politik muss die inländische Erzeugung von Bio-Produkten unterstützten. Hier sind Bundes- und Länderagrarminister gefordert", erklärt Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Linken im Bundestag. Tackmann weiter:

"Die bisher ungebrochene Bedeutung des Bio-Marktes wird auch in diesem Jahr bei der BioFach in Nürnberg deutlich. Verbraucherinnen und Verbraucher honorieren den höheren Aufwand der Produktion, der durch höhere ökologische Standards, intensivere Kontrollen und mehr Arbeitskraftbindung entsteht. Doch nach wie vor wird die anhaltend steigende Nachfrage nach Ökoprodukten vor allem durch Importe bedient, während die einheimische, regionale Erzeugung bestenfalls stagniert.

Die Hürden und Risiken einer Betriebsumstellung zum konventionellen zum Ökolandbau sind für die Landwirtschaftsbetriebe offensichtlich nach wie vor groß. Deshalb muss die Politik hier ihre ökologische und soziale Verantwortung übernehmen. Sachsen hat als erstes Bundesland reagiert und die Umstellungsprämie erhöht, andere, wie Brandenburg, haben sie wenigstens wieder eingeführt. Der Ökolandbau braucht aber in allen Bundesländern und verlässliche Rahmenbedingungen.

Die Absicherung einer von Verbraucherinnen und Verbrauchern akzeptierten Qualitätsproduktion von Nahrungsmitteln in Deutschland erfordert auch den Verzicht auf Agro- Gentechnik. Nun hat selbst Agrarministerin Aigner den politischen Willen zum Verzicht auf Genmaisanbau in Deutschland bekundet. Das ist ein längst überfälliger, aber eben nur ein erster Schritt. Besonders Biobäuerinnen und Biobauern, aber auch die große Mehrzahl der konventionellen Landwirtschaftsbetriebe erwarten endlich ein Anbaumoratorium, wie es auch DIE LINKE seit Jahren fordert. Bioprodukte schaffen und stabilisieren Arbeitsplätze in ländlichen Regionen und bieten gleichzeitig Chancen für regionale Produkte."