Wie unabhängig ist die Forschung? Kann sie den Saatgut-Konzernen Paroli bieten, die vor allem an hohen Profiten interessiert sind und Risiken für Mensch oder Natur billigend in Kauf nehmen? Warum ist die Dominanz von Konzerninteressen in einer Demokratie überhaupt möglich? Inwieweit wird die Öffentlichkeit informiert? Welche Rolle spielt die Politik dabei? Diese und andere Fragen möchten wir gern mit einem interessierten Publikum diskutieren.
„Árpád Pusztai und Ignacio Chapela haben zwei Dinge gemeinsam: Sie sind bedeutende Wissenschaftler und ihre Karrieren sind ruiniert. Beide Wissenschaftler arbeiten im Bereich der Gentechnik. Beide machten wichtige Entdeckungen. Beide sind gefährdet, weil sie die Mächtigen in Forschung und Industrie kritisieren, die dadurch ihre Investitionen bedroht sehen. Aussagen von Wissenschaftlern selbst belegen, dass 95 Prozent der Forscher im Bereich Gentechnik von der Industrie bezahlt werden. Nur 5 Prozent der Forscher sind unabhängig. Die große Gefahr für Meinungsfreiheit und Demokratie ist offensichtlich. Kann die Öffentlichkeit – können wir alle – den Wissenschaftlern noch trauen?“ Bertram Verhaag
GENTECHNIK IM MAGNETFELD DES GELDES
D 2010, 88 min, Dokumentarfilm von Bertram Verhaag Ein Politischer Thriller über Gentechnik und Meinungsfreiheit. |
Montag, 29. Oktober 2012, 19.00 Uhr, Fontane Club, Gelber Salon, Ritterstraße 69, 14770 Brandenburg an der Havel
Nach dem Film findet eine Diskussion mit dem Regisseur statt.
Öffentliche Veranstaltung. Der Eintritt ist frei.
Die Filmveranstaltung ist die dritte Station der politischen Filmreihe „Das große Fressen. Hungrig nach Alternativen“ der Bundestagsfraktion DIE LINKE (Schirmherrschaft Dr. Kirsten Tackmann MdB).