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LINKER Antrag – Regionale Ernährungssysteme stärken

Um die Versorgung der Bevölkerung mit nachhaltig erzeugten Nahrungsmitteln zu sichern, sind regionale Ernährungssysteme notwendig. Durch eine Regionalisierung von Produktion, Weiterverarbeitung, Vermarktung und Konsum können Stoffkreisläufe besser geschlossen, Transportwege minimiert und kulturelle sowie ökologische Aspekte des Landschaftsschutzes besser gefördert werden. Die Fraktion DIE LINKE fordert regionale Kreisläufe zugunsten der Vielen statt globale Märkte zum Profit der Wenigen.

LINKER Antrag: Nutztierhaltung an Fläche binden

Die Landwirtschaft in Deutschland trägt maßgeblich zur Emission klimaschädlicher Gase bei. Mitverantwortlich dafür sind v.a. Methan-Emissionen aus der Tierhaltung und das Ausbringen von Wirtschaftsdünger (Gülle). Die regionale Konzentration von Tierhaltung verstärken das Problem zusätzlich (Nährstoffüberschüsse, Ammoniakemissionen, Geruchs-, und Lärmbelästigungen, Tierseuchengefahren). Daher braucht es eine flächengebundene Tierhaltung von maximal 1,5 Großvieheinheiten pro Hektar.

Neues Agrarleitbild für zukunftsfähige Landwirtschaft

„Wenn man von landwirtschaftlicher Arbeit nicht mehr leben kann und gleichzeitig die natürlichen Lebensgrundlagen unter Druck geraten, ist die Agrarpolitik in einer gefährlichen Sackgasse. Die strategische Ausrichtung auf möglichst billige Rohstofflieferung für den globalisierten Weltagrarmarkt schadet Mensch und Natur. Die Agrarbetriebe dürfen nicht länger vor allem die Profite internationaler Konzerne vermehren. Dagegen ist Widerstand notwendig. Gleichzeitig müssen ökologische Probleme endlich konsequent gelöst werden“, kommentiert Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, den heutigen Agrargipfel. Tackmann weiter:

Tackmanns Bundestagsreport – Landwirtschaft neu denken

Die aktuelle Entwicklung bestätigt meine Forderung nach einem neuen Agrarleitbild als notwendige Grundlage für verlässliche Rahmenbedingungen, die sowohl die ortsansässigen Agrarbetriebe und ihre Beschäftigten als auch die natürlichen Lebensverhältnisse sichern. Als LINKE sollten wird den Landwirtinnen und Landwirten die Hand reichen und weiter einen intensiven Dialog anbieten, egal ob öko oder konventionell, groß oder klein, tierhaltend oder Ackerbaubetrieb.

LINKER Aktionsplan Klimagerechtigkeit beraten

Heute beriet die Bundesfraktion DIE LINKE ihren Aktionsplan Klimagerechtigkeit mit Fachleuten aus Theorie und Praxis. Kirsten Tackmann sprach als agrarpolitische Sprecherin zur Landwirtschaft – und machte gleich zu Beginn mit Lothar Biskys Worten klar: „Wir stellen die Systemfrage!“ Gerade in der Landwirtschaft gehe es eben nicht darum, an einzelnen Symptomen zu doktern oder hier und da an einer Stellschraube zu drehen.

Probleme nicht weiter aussitzen

25.11. 2019 Interview im Neuen Deutschland.

Kirsten Tackmann über die aktuellen Bauernproteste und strukturelle Probleme in der Landwirtschaft

Am Dienstag wollen Bäuerinnen und Bauern aus der ganzen Republik am Brandenburger Tor protestieren. Auf einer Sternfahrt haben sich zu Wochenbeginn laut Angaben der Bewegung »Land schafft Verbindung« rund 1000 Landwirte aus Süddeutschland auf den Weg nach Berlin gemacht, knapp 700 kämen aus Norddeutschland. Erwartet werden rund 5000 Traktoren und 10 000 Teilnehmende. Die Bauern kritisieren vor allem das Agrarpaket der Bundesregierung und das geplante Insektenschutzprogramm und fordern eine Anerkennung ihrer gesellschaftlichen Leistungen. Zuvor hatten Landwirte bereits in Hamburg anlässlich der Umweltministerkonferenz der Länder demonstriert.