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Bundesregierung und Koalition versagen bei der Weidetierhaltung

„Die Antwort der Bundesregierung auf meine Nachfragen zu konkreter Unterstützung der Weidetierhaltungen angesichts der existenzbedrohlichen Lage vieler Weidetierhalterinnen und -halter ist skandalös. Die Beratungsstelle zum Herdenschutz im beschlossenen Koalitionsantrag wäre nur eine beispielhafte Nennung und es würden weiter Optionen geprüft. Unterdessen geht die Selbstausbeutung in vielen Schäfereien weiter oder sie geben auf.“, kommentiert Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der LINKEN im Bundestag die Antwort der Bundesregierung auf die schriftliche Frage 10/033.

Kükentöten endlich beenden

„Die Ministerin muss beweisen, dass sie den Runden Tisch nicht zum Kaffeekränzchen degradiert und die Koalition muss zeigen, dass sie ihren Koalitionsvertrag ernst meint. In dem heißt es: ‚Das Töten von Eintagsküken werden wir bis zur Mitte der Legislaturperiode beenden‘. Selbst wenn sich das auf die Hälfte der planmäßigen Wahlperiode bezieht, bleiben dann nur noch Tage bis zur Umsetzung, aber ein Plan ist weder zu wann noch zu wie erkennbar.“, so Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der LINKEN im Bundestag zum gestrigen Runden Tisch im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zur Beendigung des Kükentötens. 

Sektorziel Agrarwirtschaft agrar- und klimapolitisch ungenügend

„Die Bundesregierung lässt bei Klimaschutzpaket und -gesetz die wichtigen Bereiche Landnutzung und Landnutzungsänderung sowie die Agrarim- und –exporte unter den Tisch fallen. Das ist ungenügend für einen effektiven Klimaschutz und entlässt auch im Agrarbereich die größten Klimasünder aus der Verantwortung. Damit macht die Bundesregierung weiter Politik auf Kosten unser aller Zukunft und der nachhaltig wirtschaftenden Agrarbetriebe. Das ist aus Sicht der LINKEN inakzeptabel.“, kommentiert Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der LINKEN im Bundestag, das heute beschlossenen Klimapaket.

Dr. Kirsten Tackmann weiter:

Naturgemäßer Waldumbau braucht mehr Forstpersonal in der Fläche

„Wenn es dem Wald nicht gut geht, müssen wir ihm helfen. DIE LINKE bleibt dabei, dass mehr Geld für den
naturgemäßen Waldumbau wichtig ist, aber in Zeiten der Krise nicht alles sein darf. Die Linksfraktion hat mit
ihrem ‚Eckpunktepapier für den Wald der Zukunft‘ einen umfassenden Vorschlag an den nationalen Waldgipfel
gemacht, was an dringenden Soforthilfemaßnahmen, aber auch an langfristiger Waldstrategie für eine
naturgemäße Waldentwicklung gebraucht wird“, erklärt Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der
Fraktion DIE LINKE, anlässlich des nationalen Waldgipfels. Tackmann weiter:

LINKES Eckpunktepapier für den Wald der Zukunft

Wenn der Wald leidet geht uns das alle was an, denn er gehört zu unseren Lebensgrundlagen.

DIE LINKE bleibt dabei: mehr Geld für den naturgemäßen Waldumbau ist wichtig, aber angesichts der Herausforderungen nicht ausreichend. Die Gemeinwohlleistungen des Waldes sind ebenso vielfältig wie seine Probleme und die benötigten Lösungen. Eine auf Geld verkürzte Debatte wird dem nicht gerecht. Pro Jahr entlasten die heimischen Wälder z. B. die Atmosphäre um mehr als 50 Millionen Tonnen CO2. Damit ist der Wald ein Schwergewicht unter den CO2-Senken. Die vielen Gemeinwohlfunktionen im Wald sind zwar auch die Verantwortung der Waldbesitzenden, aber Schutz und Unterstützung wo nötig ist in aller Interesse. Dafür werden sowohl dringend Soforthilfemaßnahmen gebraucht, aber auch eine langfristige Waldstrategie für eine naturgemäße Waldentwicklung. Denn, dass Fehler der Vergangenheit zu spät und zu zögerlich korrigiert wurden, trägt zur schwierigen Situation bei.