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Agrarspekulationen vergrößern die Schere zwischen Arm und Reich. Die LINKE fordert mehr Transparenz und streng regulierte Agrarbörsen.

©alf loidl www.pixelio.de

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„Die Spekulation mit Agrarrohstoffen bedroht die Menschheit existenziell. Sie wirken weit deutlicher als die entfesselten Finanzmärkte direkt auf Hungernde und Mangelernährte. Sie vergrößern die Schere zwischen Arm und Reich,“ erklärt Dr. Kirsten Tackmann anlässlich der heutigen Anhörung „Spekulationen mit agrarischen Rohstoffen verhindern“ im Bundestagsausschuss für „Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz“.

Tackmann weiter:

„DIE LINKE will die Agrarspekulationen unterbinden. Sie sind ethisch nicht vertretbar und verschärfen das Elend von Missernten und Trockenheit. Es kann nicht sein, dass das Profitstreben einiger das Magenknurren vieler vergrößert. Die Gier an den Märkten muss eingedämmt und die Deregulierungsorgien der letzten Jahre müssen zurückgedreht werden. Wir wollen nicht, dass außer-landwirtschaftliches Kapital weiter Einfluss auf die Agrarwirtschaft bekommt. Um konsequent gegen Agrarspekulationen vorgehen zu können brauchen wir dringend mehr Transparenz und streng regulierte Agrarbörsen. Mittelfristig muss die Erzeugung und der Handel von Agrarrohstoffen vollständig von den Finanzmärkten entkoppelt werden. Für den Weltagrarmarkt ist ein soziales und ökologisches Regelwerk verbindlich festzuschreiben, welches Spekulationen mit Lebensmitteln unattraktiv macht. Die Finanztransaktionssteuer ist endlich einzuführen.

Das Ziel der LINKEN ist die Ernährungssouveränität aller Regionen. Sie müssen sich durch eine nachhaltige Produktion mit Nahrungsmitteln und Biomasse selbst versorgen können und sicher vor den Auswirkungen des globalen Casinos sein. Die Rechte der einzelnen Staaten zum Schutz der Binnenmärkte sind uns dabei genauso wichtig wie die Stärkung der Erzeugerrechte gegenüber der Marktmacht des Handels und der Börsen.“