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„Nach Meinung von Expertinnen und Experten kann mit einer Weltgetreidebank der Einfluss von Rohstoffspekulanten reduziert werden. Doch die Bundesregierung verharrt in erheblichen Zweifeln, ob eine solche Einrichtung notwendig ist.“ kommentiert Dr. Kirsten Tackmann die Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Dr. Gerd Müller auf eine Frage bezüglich der Spekulation mit Nahrungsmitteln und Agrarland (Schriftliche Frage 9/44).

Tackmann weiter:

„Die Einrichtung einer Weltgetreidebank unter dem Dach der Vereinten Nationen könnte extreme Preisausschläge von Lebensmitteln verhindern. Deshalb muss diese Initiative von der Bundesregierung im Rahmen der G8 und der G20 befördert werden. Ministerin Aigner muss das Thema beim internationalen Agrargipfel im Januar 2011 in Berlin auf den Tisch bringen.

Finanzinvestoren greifen zunehmend nach Agrarrohstoffen und Ackerland, um sich hohe spekulative Renditen zu sichern. Damit verstärken sie den Preisdruck und tragen zu Hunger und Unterernährung bei. Regelmäßige Überschwemmungen, Dürren, Schädlingsplagen und Missernten sind bereits schlimm genug. Hungerrevolten, Krankheiten und unendliches Leid sind die Folgen. Die Profitgier weniger skrupelloser Finanzjongleure darf die Armut nicht auch noch verstärken.“

Anhang: schra_100913_spekulationen_agrarland.pdf