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Zur Beschlussempfehlung der Bundesregierung zur Änderung des Gentechnikrechts und zur morgigen Anhörung im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, erklärt Dr. Kirsten Tackmann, Mitglied des Vorstandes und agrarpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE.:

"Die Bundesregierung will die gentechnikfreie Landwirtschaft nicht schützen. Das hat sie mit dieser Beschlussempfehlung erneut bewiesen.

Weiterhin sollen die viel kritisierten privaten Absprachen zwischen zwei Landwirten möglich sein. In diesen Absprachen kann entschieden werden, Sicherheitsabstände zwischen Genmais und normalen Mais zu unterbieten. Dadurch sind Verunreinigungen durch Genmais vorprogrammiert.

Gut ist, dass diese gefährdeten Äcker nun auch im Standortregister aufgezeigt werden sollen. So kann sich jeder über diese Risikoflächen informieren. Schlecht ist, dass diese Sonderregelung immer noch geplant wird anstatt sie ersatzlos zu streichen. DIE LINKE. fordert keine Ausnahmen beim Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen!

DIE LINKE. begrüßt die Möglichkeit Verbraucherinnen und Verbraucher darüber entscheiden zu lassen, ob die Tiere, die Fleisch oder Milch für sie produzieren, gentechnikfrei gefüttert werden sollen oder nicht. Das wäre Politik an der Ladentheke. Die geplante Kennzeichnung nur mit den beiden Worten "ohne Gentechnik" führt allerdings in die Irre! Wir brauchen eine Kennzeichnung "vom gentechnikfrei gefüttertem Tier".