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Zum 4. Welttag gegen weibliche Genitalverstümmelung am 6. Februar 2007 erklärt die frauenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE. und Mitglied des Fraktionsvorstandes, Kirsten Tackmann:

Alle 10 Sekunden wird weltweit ein Mädchen an ihren Genitalien verstümmelt. Dies bedeutet für diese Mädchen das Ende ihrer Kindheit und den Beginn lebenslanger körperlicher und seelischer Qualen. Weibliche Genitalverstümmelung ist ein Verbrechen, für das keine Rechtfertigung akzeptiert werden darf. Wir sollten aber nicht vergessen: es sind gesellschaftliche Bedingungen, unter denen weibliche Genitalverstümmelung stattfindet, die Tradition oder Religion genannt werden. Diese Gewalttat geht vom Umfeld der betroffenen Mädchen aus und wird von diesem sanktioniert. Genitalverstümmelung steht in direktem Zusammenhang mit Unwissenheit, Armut und niedrigem Sozialstatus der betroffenen Frauen sowie patriarchale Gesellschaftsstrukturen. Wir müssen vor Ort alles unterstützen, was diese gesellschaftlichen Bedingungen ändert. Deshalb fordert DIE LINKE. Aufklärungskampagnen über Gewalt an Mädchen und Frauen insbesondere in Form der Genitalverstümmelung. Darüber hinaus ist es notwendig, den sozialen Status von Mädchen und Frauen in den Ländern zu verbessern, in denen gegenwärtig noch weibliche Genitalverstümmelung auf der Tagesordnung ist. Schließlich fordern wir einen – entgegen der gängigen Praxis – besonders sensiblen Umgang in Asylverfahren mit Mädchen und Frauen aus diesen Ländern. Anlässlich des 4. Welttages gegen weibliche Genitalverstümmelung am 6.2.07 fordere ich alle Fraktionen im Bundestag auf, schnellstmöglich gemeinsam wirksame Maßnahmen zu beschließen, die künftig weibliche Genitalverstümmelung unmöglich machen bzw. ihre Folgen lindern.