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Wer denkt das nicht? Im Politikunterricht in der Schule wohl jeder. Ich muss gestehen, auch ich konnte die Arbeit eines Politikers bislang nicht einschätzen. Umso gespannter war ich auf mein Praktikum, welches ich vom 28.06.2010-15.07.2010 bei Dr. Kirsten Tackmann und ihren Mitarbeitern absolvieren konnte. Ein Praktikumsbericht von Julia Kruspe.

Schon nach dem 2. Tag war ich so k.o., aber irgendwann gewöhnt man sich an den Stress. Geregelten Arbeitszeiten, Wochenenden und freie Abende… wohl ein Traum eines Politikers. Aufregend war der erste Tag schon, immerhin ist man ja im hohen Amt, wer weiß was einen da so erwartet. Es waren aber alle so offen und freundlich, dass ich mich sofort wohlfühlte und mich auf die kommenden 3 Wochen freute. Gleich am ersten Tag konnte ich mit zur Sitzung, und bereits da wurde mir klar, dass es nicht leicht sei, sich in diesen großen Gebäuden zurecht zu finden. Immerhin gibt es unzählige Etagen, Räume usw. jedoch habe ich mich schnell daran gewöhnt und alles recht gut gefunden.

Der Zeitplan von Dr. Kirsten Tackmann ist total durchgeplant, so bin ich mit ihr von einem zum anderen Ausschuss-, Sitzungs- oder Plenartermin gehetzt. Waren sich die Abgeordneten größtenteils einig, war es doch recht entspannt , sobald es zur Diskussion kam, wurde die Aufmerksamkeit jedoch stets größer. Zwischen den Terminen muss man sich noch schnell über das Thema informieren und seine Reden vorbereiten. Die Vielzahl der Aspekte, die man berücksichtigen muss, waren mir vorher gar nicht klar und haben mich dann doch etwas nachdenklich gemacht. So war es sehr interessant, sich auch die Meinungen anderer anzuhören. Ich hatte das Glück, die Bundespräsidentenwahl und den Trubel mitzuerleben, was schon sehr aufregend für eine außenstehende Person wie mich war. Es war schon jeden Tag ein schönes Gefühl den Bundestag zu betreten und die Schulklassen zu sehen, die sich nicht so frei bewegen durften wie ich.

Oft wurde ich gefragt ob ich denn schon einen bekannten Politiker gesehen hätte. „Ja, ich wurde von Herrn Steinmeier angerammt und Frau Jochimsen stand vor mir.“ Schon ein unglaubliches Gefühl. Neben Gentechnik habe ich mich auch mit Kaninchenmassenhaltung, Krähenabschuss oder Schächten beschäftigt, Pressmitteilungen oder Reden bearbeitet oder die Internetseite aktualisiert. In meiner letzten Woche hat mich Dr. Kirsten Tackmann dann an einem Tag mit auf ihre Sommertour genommen. Wir waren bei einem Agrarbetrieb mit Milchviehhaltung und einem Spargelhof.Gespräche und Diskussionen wurden geführt, Ställe und Werkshallen besichtigt.

In diesem Büro habe ich mich sehr wohl gefühlt, bin froh, dass ich mein Praktikum dort machen durfte und werde gerne an die schöne Zeit zurückdenken. Der Abschied stimmt mich doch etwas traurig, aber ich fahre mit vielen neuen Erkenntnissen und Eindrücken nach Hause.

Danke für die tolle Zeit bei Euch!