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Im Rahmen der "Wege über´s Land-Tour" besuchte Dr. Kirsten Tackmann (MdB) heute die Heinz-Sielmann-Stiftung in der Döberitzer Heide und informierte sich in der Lieberoser Heide über die Pläne einen Nationalpark zu gründen.

Frau Tackmann und Herr Lankow

Frau Tackmann und Herr Lankow

Vor den Toren Berlins soll eine große Wildnislandschaft entstehen. Auf dem ehemaligen Militärgelände der Döberitzer Heide werden bald Przewalski-Pferde, Hirsche und Wisente in einer ausgedehnten Parklandschaft leben. Nebenbei arbeiten sie als "biologische Naturschützer" und sorgen für die Pflege der Heidelandschaft.

Dr. Kirsten Tackmann (MdB) informierte sich heute vormittag aus erster Hand von den Plänen der Heinz-Sielmann-Stiftung, welche das Gelände im Jahr 2004 erworben hat. Begleitet wurde sie von ihrem studentischen Mitarbeiter Tobias Bank, welcher als Stadtverordneter der Anliegergemeinde Elstal natürlich besonders neugierig auf die Fortschritte vor seiner Haustür war, und ihrem wissenschaftlichen Mitarbeiter Christian Rehmer.

Projektleiter Lankow informierte die Abgeordnete über das beachtliche Vorhaben, zeigte ihr das Schaugehege, welches bereits heute von 20.000 BesucherInnen im Jahr genutzt wird, und machte zusammen mit der LINKEN Besuchergruppe eine kurze Exkursion in die zukünftige Wildniszone. Zwei Eingewöhnungsbereiche wurden bereits von den zukünftigen Bewohnern der Heide bezogen. Das Gebiet sei noch lange nicht von den militärischen Hinterlassenschaften befreit, aber nach und nach komme man voran.

Am Nachmittag stand eine weitere Konversionsfläche im Süden Brandenburgs auf dem Programm. Die weitläufige Lieberoser Heide in der Nähe des Spreewaldes wurde ebenfalls bis Anfang der 90er Jahre militärisch genutzt und ist noch mit Munition belastet. Im Gegensatz zu einigen der bisher bestehen 14 bundesweiten Nationalparke scheint in Lieberose und Umgebung eine weitgehende Einigkeit zu herrschen, dass in dem 28.000 Hektar großen Gebiet ein Nationalpark entstehen soll. Nicht sofort, denn vorerst wolle man im Rahmen einer "Internationalen Natur-Ausstellung" verschiedene Projekte und Ideen debattieren, erklärte der Amtsleiter von Strampitz, Herr Worschau, der Abgeordneten.

Ein Kernzonenbereich des künftigen Nationalparks ist bereits von der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg erworben worden, wie Heiko Schuhmacher erläuterte. Eine schnelle, holprige und beeindruckende Tour mit dem Geländewagen der Försters ermöglichte einen kurzen Blick auf das Gelände. Hier wird teilweise noch Forstwirtschaft betrieben, in bestimmten Bereichen ist die Natur aber bereits sich selbst überlassen. Birken wachsen Panzerspuren zu.

Fazit eines ereignisreichen Tages: In der Döberitzer Heide wird die Landschaft von Wisenten, Pferden und Rotwild offen gehalten. In der Lieberoser Heide soll sie so zuwachsen, wie es ihr beliebt. Beides sind beeindruckende Beispiele für Konversionsflächen.