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Maja, Willi und ihre Freundinnen sehen sich momentan einer Vielzahl von Gefahren ausgesetzt: Agro-Gentechnik, Monokulturen und nicht zuletzt gefährliche Pflanzenschutzmittel. Kurzzeitig werden in diesem Jahr auch zwei Pflanzenschutzmittel zugelassen, die nachweislich für Bienen gefährlich sind. Das war Grund genug für die Fraktion DIE LINKE. eine Kleine Anfrage zu stellen.

Zur Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (16/4676) der Bundestagsfraktion DIE LINKE. über die "Auswirkungen der Bekämpfungsmethoden des Rapsglanzkäfers auf Bienen und die Imkerei" erklärt die agrarpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE., Dr. Kirsten Tackmann:

"In den USA gibt es ein mysteriöses Bienensterben. Ob die Agro-Gentechnik damit zu tun hat, ist noch offen. Sicher ist allerdings, dass in diesem Sommer in Deutschland zwei Bekämpfungsmittel gegen den Rapsglanzkäfer eine Zulassung erhalten, die nachweislich Bienen schädigen. Ich fordere die Bundesregierung auf, sich bei Zulassung von Pflanzenschutzmitteln und gentechnisch veränderten Pflanzen auch die möglichen Gefahren für Bienen endlich ernst zu nehmen. Die Frage der Folgekosten für Dritte z.B. durch Analysen und Proben muss im Auge behalten werden.

Die Bundesregierung hält eine Beeinträchtigung der kleinen Honigsammlerinnen für "nahezu ausgeschlossen", aber auch nur dann, wenn die Pestizide korrekt angewandt werden. Ist der Imker und die Imkerin allerdings von der Seriosität seiner umliegenden Landwirtschaftsbetriebe wenig überzeugt und möchte seine Ware auf eventuelle Rückstände prüfen lassen, muss er das aus eigener Tasche bezahlen. Ich fordere hier ein klares Verursacherprinzip: Wer als bienengefährlich eingestufte Pestizide benutzt, muss auch für eventuelle Analysekosten und Folgekosten aufkommen. Das gilt für Pestizide sowie für Rückstände, die von der Agro-Gentechnik verursacht worden sind!"