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Zur heutigen ersten Lesung der vierten Novelle des Gentechnik-gesetzes erklärt Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE:

Der heute dem Bundestag vorgelegte Entwurf der Koalition zur 4. Novelle des Gentechnikgesetzes bietet keinen Schutz für die gentechnikfreie Landwirtschaft und Imkerei. DIE LINKE bezweifelt grundsätzlich die Realisierbarkeit und Finanzierbarkeit der Koexistenz im Sinne einer vollständigen Trennung entlang der Wertschöpfungskette. Mit den schwarz-roten Vorschlägen wird das noch schwerer!

Die in der Verordnung zur "Guten Fachlichen Praxis" vorgeschlagenen Sicherheitsabstände von 150 bzw. 300 Metern zwischen Genmais und normalem Mais sind für DIE LINKE inakzeptabel. Wer nur eine "große Sicherheit vor wesentlichen Beeinträchtigungen" erreichen will, nimmt Verschleppungen gentechnisch veränderter Pflanzen als Normalfall hin. Auch die von den Grünen geforderten 800 Meter sind nicht ausreichend zum Schutz der gentechnikfreien Landwirtschaft. Für

DIE LINKE ist die Diskussion über Sicherheitsabstände ohnehin unsinnig, weil das Verschleppungsrisiko bei Ernte, Transport, Lagerung und Verarbeitung deutlich größer ist als durch die Auskreuzungsgefahr.