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„Mit Glyphosat gespritzte Pflanzen sind ein Gesundheits- und Umweltrisiko. Was Verbände schon seit Langem kritisieren, wird nun auch langsam der Bundesregierung bewusst. Ich fordere Ministerin Aigner auf, endlich nach dem Vorsorgeprinzip zu handeln und die riskanten Netzmittel aus dem Verkehr zu ziehen,“ kommentiert Dr. Kirsten Tackmann die Antwort der Bundesregierung auf eine Frage zur Bewertung von POE-Tallowaminen.

Beim Spritzen... Foto: Rainer Sturm, www.pixelio.de

Beim Spritzen… Foto: Rainer Sturm, www.pixelio.de

In seiner Antwort verweist der parlamentarische Staatssekretär Peter Bleser darauf, dass diese Netzmittel die Giftigkeit von Pflanzenschutzmitteln erhöhen können. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) würde daher aktuell eine fachliche und rechtliche Prüfung durchführen.

Tackmann weiter:

„Das BVL sollte in seiner Prüfung sowohl die Wirkung von Glyphosat, als auch des Netzmittels Tallowamin berücksichtigen. Hierbei darf nicht nur der Giftigkeit des Mittels, sondern muss auch seine massive Anwendung eine Rolle spielen. Der weltweite Verkaufsschlager Roundup steht breit in der Kritik. Darüber hinaus benötigen die Landesbehörden endlich ein einfaches Testverfahren für Tallowamine. Die zuständigen Kontrollstellen müssen regelmäßig, systematisch und risikoorientiert prüfen, ob und wo Glyphosat-Rückstände entlang der Nahrungskette zu finden sind. Mehrere Anfragen in den Bundesländern haben qualitative und quantitative Defizite bei den Kontrollen ergeben.

Während in Deutschland noch über die schädigenden Auswirkungen der Tallowamine diskutiert wird droht bereits neues Unheil aus Brüssel. Zwei neue Gentech-Sojabohnen stehen vor der Zulassung, eine davon ist resistent gegen Glyphosat. Der Agrarausschuss des Bundestages wird sich morgen damit befassen. DIE LINKE fordert die Bundesregierung auf, die Gentech-Sojabohnen abzulehnen.“

Die Antwort der Bundesregierung finden Sie hier.