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Die Perleberger Schülerin Anna-Lena Oltersdorf nahm vom 25. bis 30. März 2012 am Jugendmedieworkshop im Bundestag teil. In dieser Zeit traf sie sich u.a. auch mit Dr. Kirsten Tackmann. Lesen Sie Anna-Lenas Erfahrungsbericht:

Anna-Lena Oltersdorf mit Kirsten Tackmann vor der Kuppel, ©Bodau

Anna-Lena Oltersdorf mit Kirsten Tackmann vor der Kuppel, ©Bodau

Eine Woche lang Berliner Regierungsviertel pur: Politik, deutsche Geschichte und moderne Architektur, dazu jede Menge tolle Möglichkeiten, Journalisten und Politiker kennenzulernen und dabei auch selbst aktiv zu werden.

Denn Ziel des Jugendmedienworkshops im Deutschen Bundestag 2012 war es, eine neue Ausgabe der „politikorange“ zu produzieren – gemeinsam mit 29 anderen gleichgesinnten Jugendlichen aus ganz Deutschland. Nachdem ich am ersten Tag noch mächtig aufgeregt war, auf so viele neue Gesichter zu treffen, entwickelten sich während der Woche tolle Gespräche und eine super Arbeitsatmosphäre.

Ein paar Tage bevor es losging hielt ich endlich mein persönliches Workshop-Programm in den Händen. Meine einzige Frage lautete: „Wann schreiben wir denn unsere Artikel?“. Die Antwort der Chefredaktion lautete: „In den Pausen und nachts!?“. Was das wohl wird, dachte ich mir. Aber für die tollen Möglichkeiten – vom Treffen mit dem Verteidigungsausschuss über die Plenarsitzung bis zur Fragestunde mit erfahrenen Journalisten – nimmt man die Müdigkeit gerne in Kauf.

Ein weiteres Highlight meiner Berlin-Woche war die Hospitanz in der Parlaments-Redaktion des Tagesspiegel: Ein Tag „live“ erleben, was für einen Berliner Journalisten Alltag ist. In diesem Zusammenhang durfte ich bei der Bundespressekonferenz zuschauen, wie Minister und Regierungssprecher sich den Fragen der Presse stellten – was man sonst nur in der Tagesschau sieht. Ein Journalist muss genug Biss haben, bei ausweichenden Antworten der Pressesprecher noch einmal nachzuhaken – das merkte ich schnell. Von Diskussionsrunden, zur Stadtführung „Lobbyismus im politischen Berlin“ bis hin zu persönlichen Interviews: Jeden Tag ging es eilig von Termin zu Termin, Zettel und Stift immer parat – es könnte mir ja ein potenzieller Interviewpartner über den Weg laufen. Spontanität und eine Menge Durchhaltevermögen wurden von uns gefordert. Dafür als Nachwuchsjournalistin mit meinen Fragen ernst genommen zu werden, hat mich sehr beeindruckt.

Auch durch das Treffen mit Frau Tackmann (MdB) aus meinem Wahlkreis erlebte ich hautnah, wie in Berlin tagtäglich Politik gemacht wird. Jetzt habe ich ein realeres Bild von der Politik und den Menschen, die dahinter stecken. Nun weiß ich, dass ich mich auch in Zukunft mehr mit politischen Themen auseinandersetzen möchte. Vorher kannte ich die Abgeordneten aus dem Lokalteil der Zeitung oder von Wahlplakaten, aber ihnen jetzt persönlich in Berlin gegenüber zu sitzen, war ein besonderes Erlebnis. Wir sprachen vor allem darüber, wie Frau Tackmann Facebook und Co. in ihrer Funktion als Abgeordnete nutzt, um mit den Bürgern in Kontakt zu treten. So einige Fragen lagen mir zu diesem Thema auf dem Herzen – mein gesamter Artikel sollte sich schließlich um das Thema „Ständig unter Strom – Mitmach-Möglichkeiten im Netz“ drehen.

Als ich mich Anfang des Jahres mit meinem Text zum Thema „Zwischen Ehre und Amt – dein Dienst für die Demokratie“ beworben hatte, war mir nicht bewusst, was mich schon zwei Monate später in der Hauptstadt erwarten würde. Nach mehreren Absagen bezüglich Praktikumsbewerbungen war ich umso glücklicher, als im Februar die Zusage für den Workshop in meinem E-Mail-Postfach landete. Von dort an ging es los: Eine E-Mail nach der anderen – es gab schließlich viel Organisatorisches zu klären. Mich erreichten Unmengen an Informations-Material, das mich thematisch auf den Workshop eingestimmt hat. Und von Anfang an dachte ich mir „Genau das ist es, was du machen willst!“. Nach der Abreise ist noch längst nicht Schluss, konnte ich aus der Woche doch so viel mitnehmen: eine Menge Impulse, was meine Zukunftsplanung betrifft, ich habe so viele tolle Menschen kennen gelernt und habe eine Erfahrung gemacht, an der ich wachsen konnte – sowohl persönlich als auch als Nachwuchsjournalistin.

Anna-Lena Oltersdorf