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„Wenn Monsanto sein Geschäft nach Osteuropa ausweiten will, dann doch aber nicht auf Kosten der öffentlichen Hand. Es kann doch nicht sein, dass ein so stark in Kritik stehender Agrarmulti mit Steuermitteln gepäppelt wird“, sagt Dr. Kirsten Tackmann. Die agrarpolitische Sprecherin der Linksfraktion hatte die Bundesregierung in einer Anfrage nach ihrer Position zum „Monsanto Risk Sharing“-Projekt gefragt. Im Rahmen dieses Projektes vergibt die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung Garantien in Höhe von 40 Millionen Euro für den Verkauf von Saatgut und Pflanzenschutzmitteln der Firma Monsanto. Mitte Januar wird über darüber entschieden.

Tackmann weiter:

„Die Bundesregierung sollte sich von diesem absurden Projekt distanzieren. Die Abdeckung solcher Geschäftsrisiken eines Multis ist keine Aufgabe der öffentlichen Kassen. DIE LINKE stellt sich klar gegen das Prinzip, Gewinne zu privatisieren, während das Risiko die Öffentlichkeit und die Umwelt tragen.

Monsanto ist nicht nur wegen seiner Gentech-Pflanzen umstritten. Auch die Größe des Agrarmultis und seine Macht in der Wertschöpfungskette sind immer wieder Anlass zur Kritik. Es ist zynisch, wenn Staatssekretär Kampeter seine Befürwortung dieses Entwicklungsprogramms für Monsanto auch noch begründet mit dem angeblichen Ziel des Zugangs der Bevölkerung zu gesunden Nahrungsmitteln und der Gewährleistung der Versorgungssicherheit. Als ob diese Länder ohne Monsanto und seine Bankgarantien hungern würden. Ganz im Gegenteil: Folgt man der Argumentation des Weltagrarberichtes, braucht es weniger die Beglückung durch High-Input-Lösungen aus dem Hause Monsanto, sondern vor allem regional angepasstes Saatgut und nachhaltige Anbaumethoden. Hier wären 40 Millionen Euro Garantien im öffentlichen Interesse zukunftsfähig angelegt.“

Die Antwort der Bundesregierung finden Sie hier.