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"Nicht zugelassene Gen-Pflanzen dürfen nicht auf dem Teller landen – auch nicht nur ein bisschen. Die Nulltoleranz ist nicht verhandelbar", kommentiert Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE, die Äußerungen von EU-Agrarkommissarin Fischer Boel, den Import von in der EU nicht zugelassenen gentechnisch veränderten Organismen in geringen Mengen zu tolerieren. Tackmann weiter:

"Amerikanischen Firmen ist die europäische Nulltoleranz ein Dorn im Auge. In den USA sind Zulassung und Gesetzgebung viel laxer als in der EU. Hier spielt Vorsorge noch eine größere Rolle. Dort gibt es Gen-Pflanzen, die bei uns noch nicht zugelassen sind oder als unsicher eingestuft werden. In diesen Fällen muss weiter gelten: Diese Pflanzen haben wegen fehlendem Nachweis von Sicherheit nach europäischem Standard hier nichts zu suchen. Weder auf dem Acker, noch auf dem Teller! Nicht Gentechnik-Doktrin im Interesse der Gentech-Konzerne sondern Vorsorge im Interesse der Gesellschaft muss Vorrang haben. Wer mit Europa handeln möchte, muss sich an die Sicherheitsvorschriften halten. Diese sind ein hohes Gut und nicht zu verwässern. Die Nulltoleranz muss bestehen bleiben!"

Die Bundestagsfraktion DIE LINKE. spricht sich gegen jegliche Tolerierung von nicht zugelassenen gentechnisch veränderten Organismen aus. Selbst das europäische Zulassungsverfahren wird von vielen Expertinnen und Experten als unsicher eingestuft. Risiken für die einheimische Landwirtschaft und Imkerei, für Verbraucherinnen und Verbraucher und für die Umwelt bestehen auch in der EU weiter. Das amerikanische Zulassungsverfahren gilt als noch laxer.