alt= alt= alt=

START  |  AKTUELLES  |  PRESSE   |  ZUR PERSON   |  FOTOSTRECKE  |  KONTAKT

Literaturstudentinnen der Universität Potsdam haben ein Projekt. Sie befragen Bundestagsabgeordnete zu ihrem Verhältnis zu Büchern und zur Literatur. Interessante Fragen, die mitunter Schönes zutage fördern.

Natürlich spielte in den Fragen die Liebe zur Literatur eine Rolle. Wie Literatur berührt, was bestimmte Bücher in ihr auslösten – und ob die Abgeordnete überhaupt zum Lesen komme.

Sie sei mit Büchern aufgewachsen, so Kirsten Tackmann. Und ein Leben ohne Bücher sei schlicht nicht vorstellbar für sie. Doch bleibt kaum Zeit im Abgeordneten-Alltag dazu. Habe sie früher beinahe exzessiv gelesen, so kann sie es nun eigentlich nur noch im Urlaub. Aber dann schon mal mehrere Bücher hintereinander weg und am Stück.

Wer sei wichtig für sie gewesen? Isabelle Allende, Christa Wolf – Autorinnen, die sie berührten. Aber auch Mankell in seinem Talent Unterhaltung, Spannung und Gesellschaftsanalyse zu vereinen.

170118_KT_NAH_Literaturstudenten_FotoBB           170118_KT_Literaturstudenten_FotoBB

Die Frage, ob sie sich an das  erste und das letzte Buch erinnert bringt sie zum Schmunzeln – also das erste ganz bestimmt nicht, das sei zu lange her – aber die letzten, ja. Und sie nennt Jenny Erpenbecks „Gehen, ging, gegangen“ – ein Buch über Flucht, was sie sehr berührte und über das sie noch lange nachdachte. Und Juli Zehs „Unter Leuten“ erwähnt sie, ein Roman, der in einem Brandenburger Dorf spielt, ein Dorf, wie man es kennt – auch darüber habe sie sinniert, über die Konflikte und über die Charaktere, die alle nicht das sind, was sie vorgeben. Ratlos habe es sie zurückgelassen – etwas, was sie auch nicht schlecht findet, so Tackmann, mal keine fertige Antwort zu haben.