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Praktikumsbericht aus dem Büro von Dr. Kirsten Tackmann (25.06.-29.06.12), von Anna-Lena Oltersdorf

Anna-Lena im Büro von Dr. Tackmann, ©B. Bodau

Anna-Lena im Büro von Dr. Tackmann, ©B. Bodau

„Nach der Abreise ist noch längst nicht Schluss, konnte ich aus der Woche doch so viel mitnehmen“, schrieb ich Ende März über meine Teilnahme am Jugendmedienworkshop im Deutschen Bundestag. Und drei Monate nach der Abreise aus Berlin? Da bin ich wieder im Bundestag „gelandet“. Genauer gesagt im Abgeordnetenbüro von Dr. Kirsten Tackmann. Denn was ich vor allem aus der Workshopwoche mitgenommen habe, ist noch mehr Wissensdurst, was Politik und Medien anbetrifft.

Im März traf ich mich mit Dr. Kirsten Tackmann zu einem persönlichen Gespräch. Auf der Dachterrasse des Reichstages sprachen wir zum Beispiel darüber, wie sie als Abgeordnete Facebook nutzt, um mit den Bürgerinnen und Bürgern in Kontakt zu treten. Ihre Meinung über soziale Netzwerke war mir für meinen „politikorange“-Artikel zum Thema „Ständig unter Strom – Mitmach-Möglichkeiten im Netz“ sehr wichtig. Denn Ziel des Jugendmedienworkshops im Deutschen Bundestag 2012 war es, eine neue Ausgabe der „politikorange“ zu produzieren – gemeinsam mit 29 anderen gleichgesinnten Jugendlichen aus ganz Deutschland.

Das Praktikum

Das Praktikum im Abgeordnetenbüro aber war für mich ein ganz persönlicher Workshop – der „Workshop 2.0“ sozusagen. Wobei hier ganz neue Herausforderungen auf mich warteten. Die erste? Bloß nicht verlaufen in den unterirdischen Tunneln oder auf dem Weg in die Fraktionssitzung! Mein Praktikumstermin fiel in eine wirklich turbulente Sitzungswoche – zudem war es die letzte vor der Sommerpause. Fiskalpakt und ESM, Betreuungsgeld und so weiter. Das Spannende an meinem Praktikum war:

1. Ich durfte Kirsten Tackmann zu fraktionsinternen Sitzungen, wie zum Arbeitskreis I, aber auch in den Agrarausschuss und sogar in die Fraktionssitzung begleiten. Dabei habe ich versucht, so viele Themen und Meinungen wie möglich aufzuschnappen, um hinterher Fragen stellen zu können. Das bringt mich zu:

2. Im Büro waren Kirsten Tackmanns Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer offen für Fragen – ob eher politisch oder wissenschaftlich: Wie kommen genveränderte Pollen in deutschen Honig? In welchen Grundeinstellungen unterscheiden sich die Bundestagsfraktionen? Was sind Zweinutzungshühner? Was ist eine Risikoausgleichsrücklage? Warum ist die Fraktion DIE LINKE gegen den Fiskalpakt? Das brachte mir eine Menge „Input“.

3. Eine Woche lang zu mitzuerleben, welche Arbeit im Hintergrund abläuft, bevor eine Debatte im Sitzungsaal beginnt, war für mich die wichtigste Erfahrung. Politische Reden zum Thema Waldstrategie 2020 überarbeiten und Pressemitteilungen schreiben – hier durfte ich auch selbst aktiv werden und zum Beispiel zum Projekt „Plan B“ der Fraktion DIE LINKE einen Text für den Bundestagsreport entwerfen. Davor stand für mich natürlich entsprechende Recherchearbeit auf dem Programm. Die Pressestelle der Fraktion DIE LINKE gab mir weitere Einblicke in die Pressearbeit.

4. Ob Parlamentarischer Abend bei ver.di oder das Sommerfest der Fraktion: Immer hatte ich die Möglichkeit, Fragen zu stellen und auch mit anderen Fraktionsmitgliedern zu sprechen.

Mein Fazit

Beim Jugendmedienworkshop war ich eher mit dem Blick eines Journalisten unterwegs und habe mir eigene Themen gesucht zu denen ich Politiker befragt habe. Nun hatte ich den entgegengesetzten Blickwinkel: Was tun, wenn zum ungefähr fünften Mal die Tagesordnung, der Sitzungsbeginn und damit der gesamte Terminplan verschoben wurde? Wie wird auf Pressemeldungen anderer Fraktionen zum aktuellen Thema Gentechnik reagiert? Wie schätzen Kirsten Tackmann und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die aktuellen Debatten im Bundestag ein? So hatte ich für fünf Tage sozusagen die Sichtweise eines „Insiders“ und habe viele Details mitbekommen. Das war mir besonders wichtig.