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Erfahrungen und Eindrücke der 17jährigen Schülerin Marie ter Horst.

Vom 31. März bis zum 11. April 2014 habe ich, Marie ter Horst, mein Berufsorientierungspraktikum von der Schule aus im Büro von Frau Dr. Kirsten Tackmann, Abgeordnete des deutschen Bundestags in der Fraktion DIE LINKE, gemacht.

Empfangen wurde ich von Stefanie Rose, der Büroleiterin, schon in der S-Bahn auf dem Weg von meiner Unterkunft in Birkenwerder zum Bundestagsgebäude. Das nahm mir die Sorge, die mir der Weg von der S-Bahn Station zum Büro bereitete. Beim Eintreten wurde ich, wie es im deutschen Bundestag für Gäste üblich ist, vom Sicherheitspersonal durchsucht und danach ging es direkt in das Büro von Dr. Tackmann. Schnell war das „Sie“ gestrichen und es blieb bei „Kirsten“.

Schon kurz nach meinem Eintreffen lernte ich das Team von Kirsten kennen.

Nach dem Praktikum kann ich eben diese Leute meine Freunde nennen. Sie haben mein Praktikum alle zu einem tollen Erlebnis gemacht.

Darauf folgte die erste Bürorunde, in der mir die Menge an Aufgaben von Kirsten erstmals wirklich bewusst wurde. In dieser Runde hat Kirsten mit ihrem Team und Leuten aus dem Wahlkreis die über eine Telefonkonferenz mit uns verbunden waren, die Ereignisse vergangener Woche besprochen und den Plan für die kommende Woche aufgestellt beziehungsweise erläutert.

Am selben Tag noch habe ich meinen Hausausweis erhalten, der daraufhin zu meinem engsten Begleiter wurde, da man sich ohne ihn in den Liegenschaften des Bundestags nicht wirklich bewegen kann. Die Zeit ging viel zu schnell vorüber, da ich angefangen habe mich in Kirstens Team richtig wohl zu fühlen und die erst so erschreckend komplizierten Wege zu einer angenehmen Routine wurden. Bevor ich das Praktikum angetreten habe, war ich im Zwiespalt über das kommende, da ich mich einerseits sehr darauf gefreut habe in einem so großen Betrieb zu arbeiten, andererseits jedoch auch ein wenig Sorge davor hatte, ob ich die Aufgaben die mich erwarteten auch bewältigen könnte. Doch meine Erwartungen wurden nur im positiven erfüllt, da die Aufgaben die ich bekam kein Problem für mich dargestellt haben, im Gegenteil, sie waren sehr interessant und ich habe sie mit Spaß bearbeiten können. Zu jenen Aufgaben gehörte zum Beispiel ein wenig Öffentlichkeitsarbeit, so dass ich oft im Internet recherchiert und kleine Artikel verfasst habe, oder aber das Verständnislesen für Artikel oder auch Reden.

Neben den Aufgaben durfte ich auch viele Vorteile des Bundestags genießen, wie zum Beispiel die Ausschusssitzungen oder die Sitzungen im Plenum die ich mir ansehen durfte. So kam es natürlich, dass ich auch viel Polit-Prominenz wie Gregor Gysi oder Angela Merkel gesehen habe.

Sogar bei einer Fraktionssitzung durfte ich dabei sein. Ich kann nicht von mir behaupten, dass ich das nicht als etwas sehr besonderes gewertet habe. Ich habe sehr viel gelernt, vor allem über das Verhalten der Politiker und deren Teams untereinander, wobei ich sagen muss, dass ich – meinem Gefühl nach – kein netteres und aufgeschlosseneres Team hätte finden können.

Selfie mit Kuppel v.l.n.r. Marie ter Horst, Stefanie Rose, Bianca Bodau, Kirsten Tackmann

Da ich zwar auch sehr an Politik, hauptsächlich aber an Psychologie interessiert bin war das Verhalten der Politiker fraktionsübergreifend, sowie fraktionsintern, sehr spannend für mich. Auffällig ist, dass die verschiedenen Parteien im Plenum nie füreinander applaudieren, selbst bei Statements des Redners oder der Rednerin, die der Meinung einer anderen Partei entsprechen bleiben die Abgeordneten jener anderen Partei stur, was, wie ich finde, sehr Kindisch ist. Grundsätzlich viel mir auf, dass Politiker/innen oft ein, auf kindische Art, „zickiges“ oder gar „bösartiges“ Verhalten gegenüber den Abgeordneten anderer Parteien an den Tag legen, grade im Plenum, aber auch in anderen Situationen.

Ebenfalls hat mir das Ambiente in dem ich Arbeiten durfte sehr viel Freude gemacht, weil es einfach ein schönes Gefühl ist, sich, wenn auch nur in kleinerem Rahmen, in so großen Liegenschaften zu Bewegen.

Unter anderem wegen diesen Erfahrungen hat mir das Praktikum wahnsinnig viel Spaß gemacht.

Ich kann mich bei Kirsten und ihrem Team nur bedanken, da sie mein Leben um viele tolle und unvergessliche Erfahrungen, die mir bei der Berufsorientierung auf jeden Fall weiterhelfen werden, bereichert haben und mir zu alledem auch viel Freude bereitet haben. Ich hatte auf keinen Fall erwartet, dass das Praktikum im deutschen Bundestag langweilig wird, aber dass es eine so positive Erfahrung werden würde, hätte ich vorher nicht geglaubt.