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"Lagerhaltung und Exportsubventionen sind Teil einer neoliberalen Milchpolitik. Diese zerstört landwirtschaftliche Existenzen. Wir brauchen dingend eine nachfrage-regulierte Milchproduktion für kostendeckende Erzeugerpreise", fordert Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE, anlässlich der heutigen Tagung der europäischen AgrarministerInnen in Brüssel.

Tackmann weiter:

"Vielen Betrieben steht das Wasser bis zum Hals, egal ob groß oder kleine. Doch die Politik betreibt nur Kosmetik. Eine Neuauflage der Interventions- und Lagerhaltung wirkt dabei wie der Tropfen auf den heißen Stein und löst die strukturellen Probleme nicht. Auch die erneute Forderung nach Exportsubventionen ist keine Lösung. Diese aktuellen Maßnahmen sind teuer und gehen an den wirklichen Problemen vorbei.

Die Milchviehbetriebe brauchen endlich verlässliche Bedingungen um kostendeckende Erzeugerpreise zu erreichen. Wir haben zu viel Milch auf dem Markt. Daher muss die Produktion reguliert und nicht der Abfluss beschleunigt werden. Zu einer nachhaltigen Milchproduktion gehört ein funktionierendes Mengensteuerungssystem. Daher fordere ich die EU-AgrarpolitikerInnen auf, sich gegen eine erneute Anhebung der Quote auszusprechen. Sie müssen endlich ein zukunftsfähiges Konzept für den flächendeckenden Erhalt der Milchtierhaltung vorlegen. Jetzt und erst Recht für die Zeit nach dem geplanten Wegfall der Quote im Jahr 2015."