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Zur gestern vorgestellten Studie des Berliner Instituts für Bevölkerung und Entwicklung erklärt Dr. Kirsten Tackmann, frauenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Die Linke:

"Ein Fazit der Studie: Junge Männer in Ostdeutschland finden nicht nur kaum Ausbildung und Arbeit, sondern immer öfter auch keine Frau. Nicht nur im Osten, sondern auch im Westen haben Frauen bessere und höhere Bildungsabschlüsse als Männer. Aber gerade in Ostdeutschland hat dies dramatische Konsequenzen für die jungen Leute. Denn die gut Ausgebildeten gehen spätestens auf der Suche nach Arbeit in den Westen. Die jungen Frauen gehen, zurück bleiben überproportional viele geringqualifizierte, junge Männer.

Die gestern vorgestellte Studie des Berliner Instituts für Bevölkerung und Entwicklung dokumentiert die Dramatik dieser Abwanderung von Ost nach West. Ursache hierfür ist vor allem die anhaltende Perspektivlosigkeit auf dem ostdeutschen Arbeitsmarkt. Die Bundesregierung ignoriert diese Probleme. So werden keine Maßnahmen entwickelt, um die Ursachen für die überproportionale Abwanderung von jungen Frauen zu stoppen. Auch der so genannte "Ausbildungspakt" ist wirkungslos, denn nach wie vor hat jeder fünfte junge Mann in den ostdeutschen Bundesländern nur einen geringen oder gar keinen Schulabschluss.

DIE LINKE. fordert: die jungen Frauen müssen im Osten bleiben können. Auch die Bundesregierung muss endlich handeln. Existenzsicherung brauchen beide Geschlechter für ein selbst bestimmtes Leben. Damit im Osten weder ‚Not am Mann’ noch ‚Frauennot’ herrscht.