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DIe Unternehmerin Janet Meinke war vom 09.-13.05.2011 zu Gast bei Dr. Kirsten Tackmann. Lesen Sie Bericht der Wirtschaftsjuniorin:

Dr. Kirsten Tackmann mit Janet Meinke, Foto: Bianca Bodau

Dr. Kirsten Tackmann mit Janet Meinke, Foto: Bianca Bodau

Erleben, wie Politik gemacht wird und warum Entscheidungen manchmal Zeit brauchen – diese Idee steckte hinter meinem Plan für eine Woche Know-How-Transfer (KHT). KHT ist ein Projekt des Verbands der Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD) um junge Unternehmer und die Politik miteinander zu vernetzen und beiderseitiges Verständnis aufzubauen.

Ich, 32 Jahre jung, als selbständige Unternehmensberaterin mit dem Schwerpunkt Asien/China in Kremmen tätig, hatte mich vorher nie wirklich mit dem Thema Politik beschäftigt, gerade mal eben zu den Wahlen. Als mir von WJD mitgeteilt wurde, dass ich Einblicke in das Büro von Dr. Tackmann – einer Abgeordneten der Fraktion der Linken – war ich etwas überrascht, da ich vorher nur in meiner Kindheit mit der Vorgängerpartei in Berührung kam. Ich erwartete deshalb eine spannende Woche, welche mich über die „neuen“ Ziele & Ideen der Linken & der Politik im Allgemeinen unterrichten würde. Um es vorweg zu nehmen – ich wurde auch nicht enttäuscht!

Fragen über Fragen schwirrten bei meinem „Antrittsbesuch“ im Büro der MdB in meinem Kopf: Wie funktioniert Politik nun wirklich? Was macht eine Bundestagsabgeordnete? Wofür ist sie zuständig? Ich hatte schon eine Woche vorher Kontakt zu dem Büro aufgenommen, um zu sehen, wie meine Woche „verplant“ war. Auch wurden mir Dokumente zugemailt, damit ich mich schon in ein paar Themen, die in den Sitzungen anstanden, einlesen konnte. Der E-Mail & Telefonkontakt war sehr herzlich, was mich auf ein nettes Büroteam schließen ließ. Dies bestätigte sich auch, nachdem mir – gleich bei einer Tasse Tee – die groben Züge der Arbeitsmittel und -methoden der Politik mit kleinen & großen Anfragen, ob telefonisch oder per Fax usw. erklärt wurden. Erstaunt war ich über das breite Themenspektrum, mit welchem sich Dr. Tackmann beschäftigt: Ernährung, Landwirtschaft, Forst, Seen, Kormorane, Verbraucherschutz und, und, und. Da benötigt man viele helfende Hände – nämlich 4 Paare, wobei jeder sein eigenes Aufgabengebiet hat.

Für mich ging es zuerst in die Sitzung vom Ausschuß „Ernährung, Landwirtschaft & Verbraucherschutz“. Begleitet von Christian in die Besucherebene, hatte man einen guten Überblick über die Runde. Sehr erstaunlich für mich war das Abstimmungsverhalten der Abgeordneten. Je nach Fraktionszugehörigkeit wird den Anträgen zugestimmt bzw. abgelehnt. Dem Antrag der Gegenpartei wird fast immer per se angelehnt – Vernunft spielt weniger eine Rolle, eher die Loyalität zur Partei ist der Schlüssel unserer „Demokratie“. Die nachfolgende Fraktionssitzung der Linken verlief relativ ruhig – entgegengesetzt zu den Medienberichten über diese mit ihren lautstarken, wild gestikulierenden Genossen. Die Plenarsitzung war auch eher langweilig, jede Fraktion konnte sich zu den Themen äußern und danach wurde die Abstimmung – mit dem o.g. Abstimmungskodex – durchgeführt.

Dr. Tackmann war während dieser Woche recht viel beschäftigt, ob Sitzungen im Bundestag oder Tätigkeiten im Wahlkreis, Parlamentarische Abende usw. Überrascht war ich über die pragmatischen und an der Vernunft orientierten Standpunkte, die Dr. Tackmann vertritt – insbesondere bei den Anträgen der Linken.

In dieser interessanten Woche in den heiligen Hallen der deutschen Politik habe ich sehr intensive Eindrücke über Demokratie, die Parteien & einzelne Abgeordnete erhalten. Einen ganz besonderen Dank möchte ich an Dr. Tackmann & ihrem Büroteam senden, welche diese Eindrücke ermöglichten, mir viele Fragen geduldig beantworteten und mir immer ein Gefühl des Willkommenseins gegeben haben.