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Trotz strahlendem Sonnenschein nahmen Interessierte die Einladung von Kirsten Tackmann zu einer Veranstaltung der Bundestagsfraktion DIE LINKE ins Neuruppiner Kino an. Gezeigt wurde der Film "Bahn unterm Hammer" im Beisein von Leslie Franke und Herdolor Lorenz, die anschließend auch an der engagierten Debatte über dieses brisante Thema teilnahmen. Denn die Folgen der Bahnprivatisierung treffen auch das Ruppiger Land hart.

Rege und interessante Debatte bei "Bahn unter Hammer"

Die Bahn ist nicht dazu da, kurzfristige Profitinteressen von Anlegern zu befriedigen, sondern muss sich in den Dienst für die Bevölkerung stellen, heißt es in dem Film zu Recht. Das Gegenteil ist in Deutschland zu besichtigen: Immer mehr konzentriert sich der privatisierte Konzern Deutsche Bahn auf hocheffiziente Hochgeschwindigkeitsstrecken, Bahntechnik verschleißt, Bahnhöfe verrotten als „nichtbetriebsnotwendige Anlagen“, ehemaliges Volkeigentum an Grundstücken und Immobilien wird verscherbelt.

Dass dies nicht nur anders geht sondern unter dem Strich sogar noch kostengünstiger ist zeigt in dem Dokumentarfilm das Beispiel Schweiz. In einem Volksentscheid sprach sich 1989 eine Mehrheit für das Konzept einer Bürgerbahn 2020 in staatlicher Hand aus. Heute ist ihr flächendeckendes Streckennetz und die Taktung der Züge so intelligent geplant, dass sie Jede und Jeden schnell und günstig an den gewünschten Ort bringt.

Seit der Privatisierung und Zerstücklung der Deutschen Bahn in mehrere Unternehmen dagegen beherrschen Renditevorgaben statt öffentliches Interesse das Handeln. Deutschland entfernt sich vom Versorgungsauftrag immer weiter. Gerade die ländlichen Regionen werden immer mehr abgehängt. Deshalb bleibt DIE LINKE konsequent dabei: Mobilität ist ein Grundrecht der öffentlichen Daseinsvorsorge und gehört in öffentliche Hand.

Hier ist auch die Politik gefragt, so Kirsten Tackmann. Sie verwies auf den rot-roten Koalitionsvertrag in Brandenburg mit dem darin enthaltenen Verzicht auf die Abbestellung von Bahnstrecken. Ein Erfolg vor dem Hintergrund der Privatisierung, der aber gesichert werden muss. In Parlament und Regierung, aber auch mit dem Widerstand der Bahnkundinnen und –kunden in den Regionen.

Auch von ihrem nächsten Projekt „Wer Rettet Wen“ berichteten Leslie Franke und Herdolor Lorenz. Sie fragen wer in der Eurokrise wen rettet und wollen zeigen, dass dies nicht eine griechische Bürgerin oder ein spanischer Bürger sind, sondern die Banken und ihre Gläubiger. Und zwar auf unser aller Kosten. Demokratie bleibt dabei auf der Strecke.

Die Realisierung dieses Film- Projektes soll wie auch schon „Bahn unterm Hammer“ mit Unterstützung vieler Bürgerinnen und Bürger entstehen, also mit der Filmförderung von unten. Jede und Jeder kann sich mit einem Betrag ab 20 Euro daran beteiligen. Nach Fertigstellung des Film bekommen alle Unterstützerinnen und Unterstützer eine persönliche DVD.