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„Ihr könnt mich alles fragen. Ich bin vom Volk gewählt und werde vom Volk bezahlt – also hat das Volk das Recht, mich alles zu fragen.“ So begann Dr. Kirsten Tackmann die Gesprächsrunde mit den rund 40 Schülern und Eltern aus ihrem Heimatwahlkreis. Die Schülerinnen und Schüler machten diese Fahrt in Vorbereitung ihrer Jugendweihe – organisiert von der Ostprignitz Jugend e.V. Kyritz.

Und die ließen sich nicht lange bitten. Wie denn der Arbeitsalltag einer Abgeordenten aussähe, wie Kirsten Tackmann erreichbar ist, sollte man ein spezielles Problem oder ein Anliegen haben, um dass sie sich als Abgeordnete kümmern sollte, was für parlamentarische Instrumente sie zur Hand habe, diese Anliegen nach vorn zu bringen, waren die Fragen.

Den Arbeitsalltag schilderte Kirsten Tackmann routiniert, wobei sich die Sitzungswochen im Bundestag von den Wochen, in denen sie in ihrem Heimatwahlkreis unterwegs ist natürlich unterscheiden. Steht in Berlin der parlamentarische Betrieb im Vordergrund mit Arbeitskreis-, Fraktions- und Auschussssitzungen – sowie ab Mittwoch der Plenarbetrieb, angefangen mit der Fragestunde an die Regierung am Mittwoch, hat im Wahlkreis die Arbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern Priorität. In den monatlich stattfindenden Sprechstunden in Kyritz, Neuruppin, Wittstock, Perleberg, Wittstock und Wittenberge hört Kirsten Tackmann von den Problemen der Leute, kann sie aufnehmen und als Abgeordnete nachhaken – oft in Form der parlamentarischen Frage, schriftlich oder mündlich oder sogar als Kleine Anfrage an die Bundesregierung. Das Parlamentarische Fragerecht sei ein wichtiges Instrument der Abgeordeneten, so Tackmann.

Mündliche Fragen werden in der darauffolgenden Woche beantwortet, für die Beantwortung der schriftlichen Frage hat die Bundesregierung eine Woche, für die Kleinen Anfragen zwei Wochen Zeit. Sollte die Bundesregierung bei den gestellten Problemfragen keinen Handlungsbedarf sehen, kann man als Bürgerin oder Bürger eine Petition initiieren, die die Bundesregierung – so sie erfolgreich ist – auffordert, sich noch einmal mit dem Thema zu befassen. Als Parlamentarierer_in wiederrum hat sie die Möglichkeit, einen Antrag zu stellen, der die Bundesregierung auffordert das Problem anzugehen.“Demokratie dauert“, so Kirsten Tackmann.

Von ihrem Fragerecht macht Kirsten Tackmann immer Gebrauch. Denn, wie sie betonte, das Parlament habe nicht nur die Aufgabe, Gesetze zu beschließen, sondern auch die Regierung zu kontrollieren. Das Parlament steht über der Regierung.
Eine der letzten Frage, die Kirsten Tackmann der Regierung stellte, betraf den Einsatz von Therapiehunden bei gehandycapten Personen und die Kostenübernahme durch Krankenkassen.

Erreichbar ist Kirsten Tackmann in ihren Sprechstunden, aber auch per facebook, über ihre Homepage oder Email oder Telefon. „Jeder, der mir schreibt, erhält eine Eingangsbestätigung. Wir bemühen uns um eine Antwort in 10 Tagen, was nicht immer klappt, da wir oft bei speziellen Themen auf die Mitwirkung von Fachreferenten angewiesen sind, die ihrerseits viel auf dem Tisch haben. Ich komme aber auch gern in Schulklassen und nehme Fragen direkt mit.“

Die Stunde mit ihrer Abgeordneten war schnell rum, soziale Themen wie die fortschreitende Verarmung ganzer Bevölkerungsteile, die immer ungerechter werdende Gesellschaft, in der die Jugendlichen aufwachsen und die Ländlichen Räume, die von der hohen Politik nicht abgehängt werden dürfen, waren weitere Themen, von denen Kirsten Tackmann engagiert sprach.

Zusammen mit dem Vortrag auf der Besuchertribüne des Plenums hatten die Gäste aus dem Wahlkreis jede Menge politisch-parlamentarischen Input, bevor sie noch einmal auf die Kuppel des Reichtagsgebäudes gingen, um danach ein wenig vom vorweihnachtlichen Berlin zu entdecken.