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„ Du kannst dann ab Januar Dein Praktikum bei uns machen.“ Ich war total aus dem Häuschen, als ich diesen Satz hörte.

©Büro Tackmann

©Büro Tackmann

Als der erste Tag immer näher rückte, wurde ich dann doch etwas nervös, denn ich hatte keine Vorstellung davon, was mich erwarten würde. Einen Newsletter sollte ich weiterführen, die Homepage betreuen, dem wissenschaftlichen Mitarbeiter Christian und der Büroleiterin Stefanie zur Hand gehen. Okay, dachte ich mir, Kaffee kochen und einen Kopierer bedienen kannst Du… Weit gefehlt…

Der Newsletter der Landesgruppe Brandenburg wurde zu meinem „Baby“, und ich durfte auch Dinge daran verändern. Wenn ich nur gewusst hätte wie?! Das Bearbeitungsprogramm hatte ich noch nie zuvor gesehen, und meinen ersten Tag damit zugebracht, mich irgendwie damit anzufreunden. Es sollte ein neues Foto der Landesgruppe her. Kein Problem; wie schwer kann es sein sechs Abgeordnete mal schnell auf ein Foto zu bekommen? Antwort: sehr schwer!!! Ich habe sage und schreibe vier Monate dafür gebraucht.

Nach und nach kamen mehr Aufgaben hinzu. Ich habe viel recherchiert zu Themen, mit welchen ich mich noch nie beschäftigt habe, wie zum Beispiel Massentierhaltung, Bundeswaldgesetz, und das Bundesjagdgesetz, aber auch zu einem Thema, welches mich schon in der Uni beschäftigt hat: gentechnisch verändertes Saatgut. Gerne begleitete ich den studentischen Mitarbeiter Tobias auf seinen Führungen mit Besuchergruppen. Es wurde mir auch ein sehr sicheres und gutes Gefühl dadurch vermittelt, dass mir niemand über die Schulter geschaut hat. Ich habe einen Auftrag bekommen und diesen dann erledigt. Hat etwas gefehlt, oder war vielleicht nicht ganz richtig, wurde ich darauf aufmerksam gemacht, und habe es korrigiert. Es wurde mir dabei aber nie das Gefühl gegeben, dass Kritik an mir geübt wurde.

Voller Aufregung und mit großen Erwartungen begleitete ich Christian zu einer Anhörung des Ausschusses für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz. Es war anstrengend den Sachverständigen zu folgen, und dabei nicht einzuschlafen. Da waren mir die Ausschusssitzungen doch lieber; da wurde wenigstens mal gestänkert…

Dieses Praktikum hat mir eine Seite der Politik gezeigt, die eigentlich jeder Bürger mal zu Gesicht bekommen sollte. So habe ich gelernt, dass Politik nicht einfach nur gemacht wird; es muss ganz akribisch vorbereitet werden, damit man sich nicht versehentlich selbst einen Stein in den Weg legt. Auch ist Berufspolitiker kein acht Stunden Job. Bei Kirsten Tackmann hatte ich immer das Gefühl, dass es für sie ein 24 Stunden Job ist. Sie schont sich überhaupt nicht in ihrer Arbeit, und ist ständig „auf Achse“, dabei aber doch immer greifbar. Ich habe mich in diesem Büro immer gut aufgehoben gefühlt. Wir haben viel gelacht und diskutiert.

Wie oft sitzt man nach den Nachrichten da, und denkt sich: „Was machen die da eigentlich den ganzen Tag????“ Ich weiß es jetzt. Diese sechs Monate werden mir immer in guter Erinnerung bleiben, und ich kann jedem Studenten und Schüler diese Erfahrung empfehlen.

Von Nicola Dziedzinski

Praktikantin vom 1.1. – 30.6. 2010 im Büro von MdB Kirsten Tackmann