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Bevor sich die deutsch-polnische Jugendgruppe von der Berlin-Brandenburgischen Landjugend e.V. die Ausstellung "Wege, Irrwege, Umwege" im Deutschen Dom anschaute, sprachen sie am 23. September mit Dr. Kirsten Tackmann über ihre parlamentarische Arbeit.

Tackmann mit der deutsch-polnischen Jugendgruppe vor dem Deutschen Dom in Berlin

Tackmann mit der deutsch-polnischen Jugendgruppe vor dem Deutschen Dom in Berlin

Interessiert zeigten sich die deutschen wie die polnischen Jugendlichen und nutzten die Stunde, die sie mit der Bundestagsabgordneten hatten leidlich.

Wie sie zum Afghanistaneinsatz stehe, zu den Diäten, die gerade wieder erhöht wurden und wie zur frisch in den Berliner Senat eingezogenen Piratenpartei. Das waren nur einige Fragen, die Kirsten Tackmann kompentent und engagiert beantwortete.

Die Afghanistaneinsätze lehne sie ab. Politische Lösungen sind den militärischen vorzuziehen, so Tackmann. Die Bundeswehr sei eben nicht dazu da nationale wirtschaftliche Interessen im Ausland zu vertreten. Ja, warf einer der Schüler ein, es heiße ja auch schließlich Bundeswehr und nicht Auslandswehr. Er hatte nicht nur den Lacher, sondern auch allgemeine Zustimmung auf seiner Seite.

Auch bei den Diätenerhöhungen vertrat Kirsten Tackmann eine klare Haltung. Angesichts der steigenden Armut in der doch wohlhabenden Bundesrepublik sei das ein absolut falsches Signal an das Volk, dass sie gewählt habe. Die LINKE habe auch gegen die neuerlichen Diätenerhöhungen gestimmt. Sie würde auf die Erhöhung verzichten und sie regelmnäßig an Verein und Einrichtungen im Wahlkreis weitergeben. Und dies seit 2008.

Und wenn die Piraten die Frauenfrage hinkriegen, kann sie sich gut eine Zusammenarbeit mit ihnen vorstellen, schmunzelt die Abgeordnete, die lange Zeit frauenpolitische Sprecherin ihrer Bundestagsfraktion war.

Die polnischen Gäste ließen sich die Verteilung der Wählerstimmen in Ost und West erläutern und die etwas über die Geschichte der Partei DIE LINKE berichten. Dann war die Zeit um und zwei Historikerinnen warteten darauf, die Jugendlichen Ausstellung zu führen. Thema: Die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland.