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Der Dortmunder Appell richtet sich an die Verantwortlichen in den Zuchtvereinen und -verbänden, an die Züchter aber auch an Hundehalter und Behörden, sich für eine nachhaltige Wende in der Zucht zugunsten des Wohles und der Gesundheit unserer Hunde einzusetzen. Dr. Kirsten Tackmann erläutert im Interview mit der Initiatoren ihre Position.

Der Dortmunder Appell [http://dortmunder-appell.de/] fragt Dr. Kirsten Tackmann (MdB) Agrarpolitische Sprecherin Fraktion DIE LINKE im Bundestag:

Frau Dr. Tackmann, warum unterstützen Sie den Dortmunder Appell?

Dr. Kirsten Tackmann: Weil ich das Anliegen wichtig finde, in der Hundezucht neben phänotypischen Merkmalen noch konsequenter genetische Merkmale zu berücksichtigen, die bei Welpen zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen bis hin zu quälerischen Ausprägungen führen können. Dazu gehören genetische Merkmale, die eine Erkrankung oder Fehlbildung auslösen oder begünstigen genauso wie ein zu hoher Verwandtschaftsgrad innerhalb einer Rasse, der das Risiko von erblichen bedingten gesundheitlichen Problemen bei den Nachkommen erhöht.

Was sehen Sie für Möglichkeiten, von politischer Seite aus eine Wende in der Hundezucht zu befördern?

Dr. Kirsten Tackmann: Als Gesetzgeber sollten wir die Interessen der vielen sehr verantwortungsvollen Halter/innen und Züchter/innen vertreten, die konsequent auf eine gesundheitliche Stabilität der Rassen hinarbeiten. Vor diesem Hintergrund sollte die Notwendigkeit der Einbeziehung eines hohen Inzuchtkoeffizienten in die Definition der Qualzucht im Tierschutzgesetz § 11b sehr ernsthaft geprüft und mit den Interessensverbänden ergebnisorientiert diskutiert werden. Als Abgeordnete werde ich solche Diskussionen unterstützen.

Wie sehen Sie die Initiative Ihrer Kollegin Undine Kurth von Bündnis90/Grünen für eine Novelle des Tierschutzgesetzes?

Dr. Kirsten Tackmann: Grundsätzlich sind parlamentarische Initiativen zu begrüßen, die das Anliegen der Verbesserung der Gesundheit bei Tieren in Menschenobhut unterstützen. Dazu gehören im Bundestag sowohl Anträge oder Gesetzesinitiativen als auch parlamentarische Anfragen (z. B. meine Schriftliche Frage 5/242 vom Mai 2010), aber auch Initiativen über die Agrarministerkonferenz oder den Bundesrat.