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Zur aktuelle Debatte über den ausbleibenden Niederschlag erklärt die agrarpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE., Dr. Kirsten Tackmann:

"Müssen wir bald Hirse anstatt Weizen – Kiwis anstatt Äpfel anbauen? Auch solche Fragen stellen sich den Agrarforscherinnen und -forschern – denn der deutlich spürbare Klimawandel ist eine völlig neue Herausforderung. Doch wie reagiert der Minister? Mit Abbau in der Wissenschaft! Von aktuell 2.770 sollen 2.350 Beschäftigte im Jahr 2018 übrig bleiben, nur noch 20 von 35 Forschungsstandorten. Sein Konzept zum Rückbau der Agrarressortforschung setzt damit völlig falsche Zeichen. Die dringend notwendigen Anpassungsstrategien der Land-, Fischerei- und Forstwirtschaft an den Klimawandel erfordern mehr Forschung statt weniger!

Ebenso versagt das Konzept hinsichtlich der Antwort auf die steigenden Risiken von Infektionskrankheiten bei Nutztieren. Infolge globaler Personen- und Handelsströme und wachsender Bedeutung von Wildtieren als Infektionsquelle muss nicht weniger, sondern mehr epidemiologische Forschung finanziert werden. Deutschland ist auf diesem Gebiet allenfalls ein Entwicklungsland und wird es mit Seehofers Ambitionslosigkeit auch bleiben.

Kommende Woche wird es dazu auf Initiative der Linken. mit Unterstützung der anderen Oppositionsfraktionen eine Anhörung im Agrarausschuss des Bundestages geben. Ob Minister Seehofer wenigstens zum Zuhören vorbei schaut?

Die Trockenheit durch ausbleibenden Regen mag aktuell das größte Problem für die deutschen Bäuerinnen und Bauern darstellen: Seehofers Abbaukonzept für die Agrarressortforschung ist jedoch das größte Zukunftsrisiko!"