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Zum Bundesdelegiertentag der Frauenunion vom Wochenende und der Ankündigung von Kanzlerin Angela Merkel sich stärker für mehr Frauen in Führungspositionen einzusetzen, erklärt Dr. Kirsten Tackmann frauenpolitische Sprecherin DIE LINKE im deutschen Bundestag:

Es ist ja lobenswert, dass die Kanzlerin diese Frage zur Chefinsache macht, aber offensichtlich ist an Frau Merkel vorbei gegangen, dass bereits 2001 eine freiwillige Vereinbarung zur Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft verabschiedet wurde. Seit dem ist wenig passiert. Dass ein Gespräch der Kanzlerin mit den Vorstandsvorsitzenden die Benachteiligung von Frauen in den deutschen Vorstandsetagen beendet, darf bezweifelt werden. Wir brauchen verbindliche Regelungen.

Im Übrigen hat das norwegische Parlament gesetzliche Schritte eingeleitet zur Erhöhung des Frauenanteils in den Aufsichträten auf 40 %! Ein Blick über den Tellerrand würde also nicht schaden, Frau Merkel!

Wenn die Kanzlerin es denn ernst meint, kann mit einem Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft eine verbindliche Regelung getroffen werden. Das ist seit Langem eine grundsätzliche Forderung der LINKEN und zwar zum Wohle aller Arbeitnehmerinnen und nicht nur für die Elite der Wirtschaft!