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Zur vorgestellten Studie des Berliner Instituts für Bevölkerung und Entwicklung erklärt Dr. Kirsten Tackmann, frauenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE.:

"Die Studie "Wie sich Regionen verändern" zeigt einmal mehr, dass der Mythos "erwerbstätige Frauen würden sich aus Karrieregründen gegen Kinder entscheiden" falsch ist. Vielmehr steigt die Geburtenrate in den europäischen Regionen, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch entsprechende Infrastruktur und Gesetzgebung aktiv fördern.

Leider kommt die Bundesregierung ihrer Verantwortung nicht nach, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen sich Frauen überhaupt für Kinder entscheiden können.

Ein Blick nach Ostdeutschland reicht, um die Misere zu erfassen. An qualifizierten Ausbildungsmöglichkeiten mangelt es dort ebenso, wie an entsprechenden Arbeitsplätzen. Von hoher Arbeitslosigkeit sind auf Grund des strukturellen Wandels vor allem ostdeutsche, ehemals in der Landwirtschaft tätige Frauen betroffen.

Zudem hat der Infrastrukturabbau des ländlichen Raums im Osten bereits seine Grenzen überschritten. Dies spüren in erster Linie Frauen. Noch immer sind sie zum überwiegenden Teil für Versorgungs-, Pflege- und Familienarbeit verantwortlich und müssen somit die Defizite des öffentlichen Angebots auf Kosten eigener Interessenswahrnehmung kompensieren.

Trotz der zunehmenden Entvölkerung der ländlichen Räume in Ostdeutschland, leitet die große Koalition dort keine wirksamen Maßnahmen ein, um qualifizierte Arbeitsplätze – insbesondere für junge Frauen – und eine angemessene Infrastruktur zu erhalten und zu schaffen.

DIE LINKE wir sich auch weiterhin für ein existenzsichernde Einkommen für beide Geschlechter und für den Ausbau der öffentlichen Daseinsvorsorge einsetzen. Damit Frauen und Männern in Ost wie West selbst bestimmt Leben können!"