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„Heute hat die Bundesregierung ihre Waldstrategie vorgelegt. Zwar ist diese kein reines Wirtschaftspapier mehr wie noch der Vorentwurf, den die Regierung nach dem allgemeinen Verriss zurückziehen musste. Doch mutige Lösungsvorschläge sucht man vergeblich,“ kommentiert Dr. Kirsten Tackmann die heutige Verabschiedung der „Waldstrategie 2020“ durch das Bundeskabinett.

©Günter Havlena www.pixelio.de

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Tackmann weiter:

„Der monatelange Poker um die Waldstrategie 2020 ist heute vorläufig beendet worden. Immerhin. Über das Ergebnis wird weiter gestritten werden.

Die Bundesregierung musste die massive Kritik aus Umwelt-, Forst- und Naturschutzverbänden teilweise aufgreifen. Das erkennen wir an. Trotzdem drückt sie sich weiterhin vor zukunftsweisenden Entscheidungen. Sie bekennt sich zur nationalen Biodiversitätsstrategie, will aber das Fünf-Prozent-Ziel ungenutzter Waldflächen nicht umsetzen. Das hat Staatssekretär Müller in der Regierungsbefragung heute Mittag betont. Dabei sind gerade diese Flächen für die Biodiversität sehr wichtig.

Auch um soziale und ökologische Kriterien der Forstbewirtschaftung macht die Bundesregierung einen Bogen. Das Bundeswaldgesetz will sie nicht ändern. Genauso wenig sieht sie beim Bundesjagdgesetz Handlungsbedarf. Selbst die Entwicklung eines Leitbildes Jagd im Wald überlässt sie ausschließlich anderen. Beide Gesetze bilden aber das Fundament der Waldpolitik. Ohne die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu verändern, wird aber eine zukunftsfähige Waldbewirtschaftung nicht funktionieren.“

Anhang: 110701_position_linke_anforderungen_waldstrategie2020.pdf