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Gestern zogen 22.000 Menschen durch das Regierungsviertel bis zum Brandenburger Tor um für eine Wende in der Agrarpolitik zu demonstrieren. Tackmann und DIE LINKE war dabei.

Tackmann "Wir haben es satt", ©Bodau

Tackmann „Wir haben es satt“, ©Bodau

Dr. Tackmann vor einigen Tagen zu ihrer Teilnahme:

Ich unterstütze diese Demo (auch finanziell) und werde auch selbst vor Ort sein. Weil ich davon überzeugt bin, dass wir diese Diskussion über eine andere Agrarpolitik dringend brauchen. Im Interesse der Landwirtschaft und der Verbraucherinnen und Verbraucher. Wir brauchen in aller Sachlichkeit eine neue Verständigung in der Gesellschaft darüber, wie Lebensmittel produziert werden sollen. Agrarpolitik muss den Menschen in den Fokus nehmen. Wir brauchen eine Landwirtschaft, die sichere Lebensmittel produziert, in den ländlichen Räumen gut bezahlte Arbeitsplätze bietet sowie Boden und Umwelt schützt.

Die Bundesregierung und leider auch Teile des Berufsstandes richten dagegen die Landwirtschaft stark auf den Export aus. Im deregulierten Weltagrarmarkt ohne soziales und ökologisches Regelwerk bleiben die oben beschriebenen Ziele aber auf der Strecke. Wer international bestehen will, muss billig und viel produzieren. Die Folge: Zu geringe Löhne bei den Angestellten, Selbstausbeutung bei den Betriebsleitern, ausgeräumte statt vielfältige Agrarlandschaften und weitere Spezialisierungen, anstatt regionaler Kreisläufe.

Die Demo richtet sich explizit gegen die Agro-Gentechnik, Dumping-Exporte und die „Massentierhaltung“. Beim letzten Ziel denke ich differenzierter: Ich möchte eine flächengebundene, standort- und tierschutzgerechte Tierhaltung. Das heißt, ein Betrieb sollte nur so viele Tiere halten, wie er Fläche zur Ausbringung der Gülle und Äcker zur Herstellung des Futters besitzt. Dabei ist für mich der Begriff „Massentierhaltung“ irreführend, denn wo beginnt denn Masse?

Dr. Kirsten Tackmann, MdB