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Dr. Kirsten Tackmann, vier Polizisten aus dem Havelland sowie Anke Bienwald und Sylvia Swierkowski vom Nauener Jugendförderverein Mikado saßen im Bundestag zusammen und berichteten einander von sich und ihren unterschiedlichen Erfahrungen mit dem Thema Rechtsextremismus.

Dr. Kirsten Tackmann und Anke Bienwald, Jugendförderverein Mikado  ©Bianca Bodau

Dr. Kirsten Tackmann und Anke Bienwald, Jugendförderverein Mikado ©Bianca Bodau

Die einen erzählten von ihrer damaligen Situation und ihrer Wut, die sich gegen Ausländer richtete, von ihren heutigen Erfahrungen und ihr oft erfolgloses Ringen um eine Lehrstelle oder Arbeit, die anderen von ihrer Arbeit und ihren Erfahrungen mit Gewalt.

Ziel dieses Treffens war es, etwas voneinander zu erfahren. Für die Jugendlichen war es die Möglichkeit der Abgeordneten Dr. Kirsten Tackmann sowie den Polizisten von ihren Nöten und von ihren Beweggründen zu erzählen, welche sie letztendlich, auch durch zivilgesellschaftliches Versagen, sich zu den Neonazis gesellen ließ. Für die Polizisten und die anwesenden Fachleute der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag dienen solche Erfahrungsberichte wie die der jungen Aussteiger dazu, ihre Handlungsstrategien gegen Rechtsextremismus weiter zu entwickeln.

Vor allem die persönlichen Beispiele, die privaten Hintergründe und das sich weg von rechtsextremen Ideologien entwickelte Sozialverhalten der jungen Männer sowie die Entwicklung des Umgangs der Polizei mit den Jugendlichen, gaben Einblicke in Verhaltensstrategien beider Gruppen. Ergänzt wurde dies durch die Erfahrungen der Polizei zu der Entwicklung der Neonaziszene und mit den sich professionalisierenden rechtsextremen Parteien.

Dr. Kirsten Tackmann konnte darüber hinaus praktischen Erfahrungen von dem Wettbewerb „Zivilcourage vereint“ mit einfließen lassen sowie über ihre Erfahrungen bei der Aufklärung von Anschlägen auf ihr Wahlkreisbüro aus erster Hand berichten. Auch der Umgang mit der Polizei auf Demonstrationen wurde angesprochen. Vieles machte an diesem Tage deutlich wie die notwendig es ist, im Kampf gegen Rechtsextremismus nicht nachzulassen.