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Lange war es geplant: der Besuch der Bundestagsabgeordneten Kirsten Tackmann im Bärenwald Müritz. Am 17. August war es endlich so weit: Zusammen mit Genossen aus dem Regionalverband Wittstock und aus dem mecklenburgischen Plau wurde nach den Bären Ausschau gehalten.

Die erste Überraschung gab es schon am Eingang des Geländes: ein großer Besucherandrang, den wir in diesem recht abgelegenen Gebiet ca. 10 km von der Autobahnabfahrt Röbel nicht erwartet haben.
Der Bärenwald wird betrieben von dem als seriös geltenden Tierschutzverein „Vier Pfoten“ unter der Bezeichnung Bärenwald Müritz gGmbH, – etwas irreführend, weil der Wald nicht an der Müritz liegt sondern am Plauer See…
Diese kleine Irritation wurde aber durch die uns gebotene hervorragende Führung von dem Mitarbeiter Bernd Reimann durch den Bärenwald mehr als wettgemacht.

Der Tierschutzverein hat in dem Waldgebiet am südöstlichen Ende des Plauer Sees in einem 16 ha großen Waldgebiet mehrere große Gehege eingerichtet, in denen bis zu 30 Bären gehalten werden können. Maximal 2 Bären haben bis zu 2 ha abwechslungsreiches Waldgelände zur Verfügung, ausgestattet mit Wasserstellen, Höhlen und vielen Attraktionen. Ob die Bären zu sehen sind oder nicht, bleibt ihnen selber überlassen, aber es ist unwahrscheinlich, dass man keine Bären zu sehen bekommt, da schon die Methode der Fütterung der Bären dafür sorgt dass sie ständig in Bewegung bleiben.
Die enormen Mengen an Obst, Brot, Fleisch, Hundefutter und anderen Zutaten werden sorgfältig in den Gehegen verteilt und versteckt, so dass die Bären gezwungen sind, sich ihr Futter zu suchen und nicht faul in ihrer Höhle zu liegen. Ihnen hilft dabei ihr enorm guter Geruchssinn, der eine Reichweite bis zu 10 Kilometern aufweist wie es uns wie vieles andere während der Führung erläutert wurde.


Im Bärenpark werden ausschließlich Braunbären aus ehemals „schlechter Haltung“ gehalten, so aus Zirkussen, Zoos, privaten Haltungen oder sogar ehemalige rumänische „Tanzbären“, die bis zu ihrem Leben im Bärenwald zum Teil extrem misshandelt wurden. Der Tierschutzverein versucht alles denkbar mögliche, das Leben den Tieren so tiergerecht wie möglich zu gestalten. Dieses wurde während der gesamten Führung deutlich.

In den Jahren seit Gründung des Bärenwalds im Jahr 2006, zu deren Einweihung  Kirsten Tackmann mit dem damaligen mecklenburgischen Umweltminister Wolfgang Methling  zu Gast waren, hat sich viel getan: Das Gelände wurde um 8 ha vergrößert, die Anzahl der Bären wuchs von anfangs 6 Bären auf aktuell 18 männliche und weibliche Tiere. Ein Besuch im Bärenwald lohnt zu jeder Jahreszeit. Mit ihm und dem fälligen Eintritt von 7,50 Euro pro Person leistet man einen – wenn auch kleinen-  Beitrag, dass „Vier Pfoten“ weitere Bären in Obhut nehmen kann!

Karl Otto Kaschull
Andreas Bergmann
Regionalverband Wittstock-Heiligengrabe