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Lesen Sie den Praktikumsbericht, den die Schülerin Katya Lwanga verfasste

Ich, Katya Lwanga, habe mein Berufspraktikum, welches von der Schule ausging, vom 16. März bis 27.März 2015 in dem Büro von Frau Dr. Kirsten Tackmann gemacht, der Abgeordneten des deutschen Bundestags in der Fraktion DIE LINKE.

An meinem ersten Praktikumstag war ich sehr aufgeregt. Anfangs musste ich am Eingang meinen Ausweis abgeben um als Gast geltend dann weiterhin zur Sicherheitskontrolle zu kommen. Diese verweiste mich nach einer kurzen Taschenkontrolle dann weiter auf den Warteraum für Gäste. Dort musste ich nicht mal 1 Minute warten bis der Büroleiter, Tobias Bank, mich abholte und herzlich begrüßte. Damit schaffte er es mir den Großteil meiner Sorgen zu nehmen.

Nach einem verwirrenden Weg ins Büro, der sich im Nachhinein als ein leichtes herausstellte im Vergleich zu den vielen anderen Wegen, lernte ich erst Kirsten Tackmann  und dann ihr Team in der Bürorunde kennen, welches mich ebenfalls freundlich begrüßte und erklärte dass sie sich gegenseitig lediglich duzen.

In der Bürorunde hatte ich die Chance mich nochmal vorzustellen und wurde sofort mit einbezogen indem man mir die Wochenansicht ausgedruckt hatte, sodass ich wusste was ich in den folgenden Tagen zu erwarten hatte.

Zusätzlich bekam ich im Laufe des Tages auch meinen Hausausweis, mit dem ich nicht mehr nur als Gast galt und mich so freier im Gebäude bewegen konnte.

Meine Erlebnisse gingen weit über meine Erwartungen hinaus. Ich hätte zum Beispiel nie damit gerechnet dass ich an so vielen privaten Besprechungen  teil haben dürfte, wie zum Beispiel den Fraktionssitzungen und  Ausschusssitzungen  ,immerhin war dies genau das was mich so gereizt hatte:  ein Blick hinter die Kulissen um zu sehen wie viel Einfluss der einfache Bürger tatsächlich hat . Außerdem hatte ich sogar einen eigenen Arbeitsplatz  an dem ich Aufgaben erledigen konnte um dem Team das Leben etwas leichter machen konnte. So recherchierte ich also im Internet und übersetzte einige Texte.

Was mir besonders gefallen hat, war dass viele Politiker ihre Argumente mit den Bedürfnissen der Bürger versuchten zu bekräftigen und das Politiker wie Kirsten zu (Round-table) Fachgeprächen gehen um sich auch andere bzw. weitere Meinungen anzuhören sowie normale Bürger zu sich einladen und sich generell hervorragend mit ihrem eigenen Gebiet auskennen. Außerdem konnte ich beobachten wie engagiert alle im Büro sind und eine hart arbeitende Stütze sind, sodass sie nicht ohne Grund Team genannt werden .

Auffällig fand ich persönlich auch , wie viele Informationen alle Politiker täglich verarbeiten müssen( Ich selbst brauchte stehts mein Notitzbuch um mir das wichtigste zu notieren).  Und wie lange sie ihre Sitzungen halten (wobei ich hierbei sagen muss, dass ich mein Praktikum während der Sitzungswochen machte). Sie finden dann trotzdem noch genügend Energie um eine Diskussion zu führen von der sie wissen, dass sie ausgiebig wird. Aber viele tun dies nicht etwa um ihre eigenen Ansichten zu vertreten, sondern viel mehr um die Interessen zu vertreten für diejenigen die sie repräsentieren.

Weiterhin bemerkte ich wie gesittet die Politiker anderer Parteien miteinander umgingen.

Bloß im Plenum war zu bemerken was der Ein oder Andere an der anderen Partei zu kritisieren hatte.

Manchmal wurde dies durch ein verächtliches Lachen im Hintergrund oder laute Zwischenrufe bemerkbar.

Ich persönlich fand es zwar sehr spannend dabei zuzusehen wie solche hitzigen Diskussionen über aktuelle Themen zu Gange gehen, aber ich bin der Ansicht, dass es lächerlich ist das Parteimitglieder selten bis nie für andere Parteimitglieder klatschen. Vor allem wenn der Wille dazu deutlich zu sehen ist.

Mich hat diese wunderbare Zeit im Bundestag geprägt , da ich mir ein besseres Bild über die inneren Abläufe des Bundestags verschaffen konnte, mein Interesse für Politik  gewachsen ist und ich erkannte dass Politiker auch nur Menschen mit Humor sind die versuchen das sogenannte Volk so gut wie es ihnen möglich ist zu vertreten. Wobei ich glaube dass es wirklich hilfreich wäre, wenn Politiker mehr wortwörtlich auf die Menschen zugehen würden und diese gleichfalls.

Zu guter Letzt kann ich nur nochmal betonen wie liebenswert alle aus dem Team von Kirsten sind und sie selbst natürlich auch die sich extra noch mal für mich Zeit genommen hatte um meine Eindrücke zu Erfahren, sowie Tobias der mich jeden morgen mit einem Geschenk passend zu der Fraktion Die Linke überraschte.