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„Die Bundesregierung muss die Erkenntnisse des Weltagrarberichtes zur Grundlage ihrer Politik machen. DIE LINKE fordert Bundeskanzlerin Merkel auf, den Bericht endlich zu unterschreiben,“ kommentiert Dr. Kirsten Tackmann den Fraktionsbeschluss des Antrages „Erkenntnisse des Weltagrarberichtes zur Grundlage deutscher, europäischer und internationaler Agrar- und Entwicklungspolitik machen“.

Tackmann weiter:

„In unserem Antrag fordern wir die Bundesregierung auf, den Weltagrarbericht schnellstmöglich zu unterschreiben und damit dem Beispiel der 58 Unterzeichnerstaaten, darunter Frankreich, Großbritannien, Polen oder Rumänien zu folgen. Will Deutschland seiner internationalen Verantwortung gerecht werden, muss es sein agrarpolitisches Leitbild am Weltagrarbericht ausrichten. Das gilt sowohl für Äcker und Wiesen hierzulande, als auch für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit. Auch in die Debatte um die Ausrichtung der europäischen Agrarpolitik nach 2013 müssen die Erkenntnisse des Berichtes einfließen.

Der Weltagrarbericht fasst den aktuellen weltweiten landwirtschaftlichen Wissenstand gut zusammen. Nun müssen wir bei der Umsetzung und Fortschreibung am Ball bleiben. Daher fordern wir von der Bundesregierung, dass sie sich an der Fortführung des Weltagrarberichtes und der Finanzierung dieses Prozesses beteiligt. Dabei geht es für den Bundeshaushalt um keine großen Summen (0,5 – 2 Mio. Euro), sondern vor allem um das internationale Signal, dass dieser Prozess von Deutschland wertgeschätzt wird.

Ich bin mir sicher: Eines Tages ist der Weltagrarbericht genauso öffentlich anerkannt, wie der Weltklimabericht. Er ist für die nationale und internationale Agrar- und Entwicklungspolitik von großer Bedeutung. Er betont unter anderem auch die wichtige Rolle von Frauen in den ländlichen Räumen und von kleinbäuerlichem Landeigentum zur Sicherung der Ernährungssouveränität in den Ländern des Südens. Darüber hinaus ist der Zugang zu Wasser, Düngemitteln und Saatgut eine entscheidende Voraussetzung für die eigene Existenzsicherung und die regionale Versorgung. Zur Steigerung der Erträge einer nachhaltigen Produktionsweise sind sozial und ökologisch angepasste traditionelle Anbaumethoden weiter zu entwickeln anstatt auf Agro-Gentechnik und Plantagenwirtschaft zu setzen.“

Anhang: antrag_weltagrarbericht.pdf