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Agrarpolitik – Scheitern ist verboten

Die offenen Zukunftsfragen müssen dringend gelöst werden, denn längst sind wir in einer systemischen Krise, mitverursacht durch ein System der ruinösen Konkurrenz in der Lieferkette auf Kosten von Mensch und Natur. Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung WGBU mahnt, die Zerstörung der Ökosysteme zu Land zu beenden. Deren Destabilisierung und die des Klimas hat soziale Folgen, auch für die Landwirtschaft. Gebraucht werden solidarische und kooperative Lösungen. DIE LINKE hat deshalb diese Woche einen Runden Tisch zur Zukunft der Freiland- und Weidetierhaltung beantragt, denn diese Tierhaltungen gehören zu einer zukunftsfähigen Landwirtschaft!

Landwirtschaft muss am Gemeinwohl orientiert sein

„Die Halbzeitbilanz der Zukunftskommission Landwirtschaft der Bundesregierung zeigt, welche Herausforderung der notwendige Transformationsprozess hin zu einer nachhaltigen Landwirtschaft für alle Beteiligten ist. Die Erkenntnis, dass das aktuelle Agrarmodell einer Exportstrategie sozial und ökologisch in die Sackgasse geführt hat, ist eine wichtige Grundlage für die weitere Arbeit. Nur dann ist klar, dass ein einfaches ‚Weiter-so‘ keine Option ist. In einem breiten Dialog müssen aus vielen Akteurinnen und Akteuren mit vielen sehr unterschiedlichen Sichtweisen und Interessen Verbündete werden, die sich auf einen gemeinsamen Weg heraus aus einem System der Ausbeutung von Mensch und Natur verständigen“, kommentiert Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, die heutige Vorstellung der Halbzeitbilanz der Zukunftskommission Landwirtschaft der Bundesregierung. Tackmann weiter:

„Hinter den Kulissen“ – mit Kirsten Tackmann

In der zweiten Folge der Reihe „Hinter den Kulissen des Bundestages“ redet Gesine Lötzsch mit Kirsten Tackmann über ihre Arbeit im Agrar-Ausschuss. Wie alle anderen Ausschüsse des Bundetages tagt dieser hinter verschlossenen Türen, vieles bleibt daher im Verborgenen. Die promovierte Tierärztin und leidenschaftliche Agrarpolitikerin berichtet über die Bauernproteste und kritisiert die Macht der Lebensmittelkonzerne sowie den Ausverkauf von Agrarflächen an Finanzinvestoren. Kirsten Tackmann zeigt Alternativen zum unwürdigen Umgang mit Saisonarbeitskräften in der Landwirtschaft auf. Wer wissen möchte, warum „ein reicher Bauer arme Söhne hat“, klickt rein ins Video.

Gesine Lötzsch bringt im Gespräch mit wechselnden Abgeordneten Licht ins Dunkel des Parlamentsbetriebs. Am Samstagvormittag nach einer Sitzungswoche des Bundestags geht die aktuelle Folge online. Ihr nächster Gast ist Caren Lay, Kämpferin gegen die Mietenexplosion und Mitglied im Bau-Ausschuss des Bundestages.

Tackmanns Bundestagsreport – Mehr Tierwohl und wenn ja, wer bezahlt das?

Der Umbau der Tierhaltung für mehr Tierwohl ist rechtsicher möglich. Zu diesem Schluss kam die diese Woche vorgestellte Machbarkeitsstudie zu den Vorschlägen der sogenannten Borchert-Kommission. Neben inhaltlichen Fragen, die es nun zu diskutieren gilt, stellt sich die Frage: Wer soll den Umbau bezahlen? Für DIE LINKE ist klar, zuallererst die, die vom bisher falschen System profitiert haben – die Konzerne in der Lebensmittelkette.

Pressemitteilung: „Konzerne finanziell am Umbau der Tierhaltung beteiligen“

„Dass die Vorschläge des Kompetenznetzwerks Nutztierhaltung laut der Machbarkeitsstudie im Wesentlichen umsetzbar und rechtlich möglich sind, ist ein wichtiges Signal und gute Grundlage für die weiteren Diskussionen im Parlament. Zur Finanzierung des Umbaus müssen zuallererst die Konzerne in der Lebensmittelkette herangezogen werden, die vom bisher falschen System profitiert haben“, sagt Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zur heutigen Vorstellung der Machbarkeitsstudie zum Umbau der Tierhaltung.

Fraktion vor Ort: Neue Wege übers Land – Landwirtschaft zum Wohl von Mensch und Natur

Am 4. Februar 2021 veranstaltete die Fraktion DIE LINKE. im Bundestag die Onlinediskussion „Neue Wege übers Land – Landwirtschaft zum Wohl von Mensch und Natur“. Moderiert von MdB Eva-Maria Schreiber, Sprecherin für Welternährungspolitik, diskutierten als Referent*innen: Heidrun Bluhm-Förster, Sprecherin der Fraktion für ländliche Räume, Kirsten Tackmann, Sprecherin für Agrarpolitik​, Tim Brand, Öko-Landwirt von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und Michael Muhr, Mitglied im bayerischen Sprecherrat von »Land schafft Verbindung«.