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Leitbild Jagd als Kompass in schwierigen waldbaulichen Zeiten erst recht erforderlich

„Die gute Balance zwischen Wald und Wild, von der Bundesagrarministerin Klöckner spricht, funktioniert nur mit einem breiten gesellschaftlichen Konsens zu den Zielen der Jagd und ihren Beitrag zum Wald als Ökosystem, zu dem auch das Wild gehört. Dazu gehört ein neues Leitbild Jagd, dessen Erarbeitung bereits in der aktuellen Waldstrategie 2020 angekündigt war. Diese Debatte ist überfällig. Sie wird angesichts der schwierigen Situation in vielen Wäldern noch dringender gebraucht. Die Verantwortung vor Ort zu stärken heißt allen Beteiligten vor Ort einen Kompass in die Hand zu geben als Richtschnur zur Lösung der vielen Zielkonflikte. Weder Ignoranz gegenüber regional sehr hohen Wildbeständen noch Wild als Forstschädling aufzufassen werden dem komplexen Ökosystem Wald gerecht, um das es allen gehen muss.“, kommentiert Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, den Entwurf zur Änderung des Bundesjagdgesetzes.

Runder Tisch zu Wald und Wild hat Potenzial

„Die Jagd kann und soll einen Beitrag zur Bewältigung der Krise in den Wäldern leisten. Das Bundesjagdgesetz muss einen Dreiklang aus angepassten Wildbeständen an das Waldökosystem, einer stärkeren Berücksichtigung wildökologischer Nutzungsansprüche und eine neue Partnerschaft zwischen Jagdausübungsberechtigten und Waldbesitzenden sichern. Der Vorschlag eines Runden Tisches zu Wald und Wild ist sehr sinnvoll, um dieses Ziel zu erreichen. Dazu gehört auch die gemeinsame Entwicklung eines Leitbilds Jagd zur langfristige Orientierung auf Gemeinwohlinteressen.“, kommentiert Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE, den Vorschlag zur Einrichtung eines Runden Tisches zu Wald und Wild im Zuge der Novelle des Bundesjagdgesetz und die Antwort der Bundesregierung auf die Schriftliche Frage Nr. 8/393.

Bundesregierung verspielt mit Unwissenheit bei Agroforstsystemen die Zukunft

„Die geballte Unwissenheit der Bundesregierung beim Thema Agroforstsysteme ist schockierend. Sie hat immer noch nicht verstanden, dass es bei Agroforst um weit mehr als Kurzumtriebsplantagen geht. Das ist nicht nur peinlich, sondern auch ein Tritt in den Allerwertesten für die Landbewirtschaftenden und Forschergruppen, die sich seit vielen Jahren für die Nutzung der Potenziale von Agroforstsystemen für mehr Klima,- Boden- und Gewässerschutz auf Landwirtschaftsflächen engagieren. Die Bundesregierung muss endlich aufwachen und zeigen, dass sie ihr Versprechen aus dem Klimaschutzprogramm, den Ausbau der Förderung von Agroforstsystemen, ernst meint.“, kommentiert Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE, die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage „Rechtliche Verankerung der Agroforstwirtschaft als Voraussetzung für mehr Agroforstsysteme in Deutschland“ (Drs. 19/21759).

LINKE wills wissen – Agroforst

Agroforstsysteme können einen wesentlichen Beitrag für mehr Klima-, Arten-, Boden- und Gewässerschutz leisten, bei gleichbleibenden wirtschaftlichen Erträgen. Trotzdem stehen Landwirte vor erheblichen Herausforderungen, wenn sie Agroforstsysteme auf ihren landwirtschaftlichen Flächen etablieren möchten, für die es konkreter Lösungsansätze auf Bundesebene bedarf. Die Koalition hat Interesse an dem Thema bekundet, sieht jedoch noch Gesprächsbedarf. Die Antworten auf die Kleine Anfrage können dabei hilfreich sein.

Tackmanns Bundestagsreport: Agroforstsysteme – altes Wissen nutzen und weiterentwickeln

Agroforstwirtschaft ist eine Form der Landnutzung, bei denen Gehölze mit Acker- oder Grünlandnutzung sowie Tierhaltung auf derselben Fläche kombiniert werden. Scheint unkompliziert. Aber weil in der Fördersystematik eine solche gleichzeitig Nutzung nicht vorgesehen ist und die Gräben in Deutschland zwischen Land- und Forstwirtschaft tief sind und schwer zu überwinden, wird es dann doch kompliziert. Manchmal wird es aber auch einfach nur kompliziert gemacht.