alt= alt= alt=

START  |  AKTUELLES  |  PRESSE   |  ZUR PERSON   |  FOTOSTRECKE  |  KONTAKT

LINKES Eckpunktepapier für den Wald der Zukunft

Wenn der Wald leidet geht uns das alle was an, denn er gehört zu unseren Lebensgrundlagen.

DIE LINKE bleibt dabei: mehr Geld für den naturgemäßen Waldumbau ist wichtig, aber angesichts der Herausforderungen nicht ausreichend. Die Gemeinwohlleistungen des Waldes sind ebenso vielfältig wie seine Probleme und die benötigten Lösungen. Eine auf Geld verkürzte Debatte wird dem nicht gerecht. Pro Jahr entlasten die heimischen Wälder z. B. die Atmosphäre um mehr als 50 Millionen Tonnen CO2. Damit ist der Wald ein Schwergewicht unter den CO2-Senken. Die vielen Gemeinwohlfunktionen im Wald sind zwar auch die Verantwortung der Waldbesitzenden, aber Schutz und Unterstützung wo nötig ist in aller Interesse. Dafür werden sowohl dringend Soforthilfemaßnahmen gebraucht, aber auch eine langfristige Waldstrategie für eine naturgemäße Waldentwicklung. Denn, dass Fehler der Vergangenheit zu spät und zu zögerlich korrigiert wurden, trägt zur schwierigen Situation bei.

Agrardialogtour – Klima, Boden, Agarforschung, Nachwuchs – und eine Arbeit, von der Landwirt*innen leben können

Den August über führten die Wege übers Land Kirsten Tackmann auch zu verschiedenen Agrarbetrieben, Erzeuger*innen, Weidetierhalter*innen, Schutzacker- und Agroforstbetreiber*innen. Gemeinsam mit ihrer Kollegin aus dem Brandenburger Landtag, Anke Schwarzenberg, suchte sie den DIALOG mit allen Beteiligten. Es ging u.a. um Weidetierhaltung, Agrarforschung, Bodeneigentum, regionale Verarbeitung und Vermarktung, Agroforst, Tagebaufolgelandschaften oder alternative Anbaukulturen wie Nutzhanf. Eingeladen zum Gespräch waren auch Vertreter*innen der Kreisbauernverbände, der Landschaftspflegeverbände und Wahlkreiskandidat*innen.

Landwirtschaft muss Klima schonen – auch im eigenen Interesse

„Es ist alamierend, wenn der Sonderbericht des Weltklimarates IPCC darauf verweist, dass die aktuelle Landnutzung durch den Menschen mit einer der Hauptverursacher der globalen Erderwärmung ist. Ein einfaches Weiter so ist keine Option, denn das EU-Agrarmodell ist damit gescheitert. Die Landwirtschaft muss auch in eigenen Interesse ihren Beitrag dazu leisten, um die Klimakrise abzuwenden. Die Gemeinsame EU-Agrarpolitik muss endlich konsequent klima- und sozialgerecht ausgestaltet werden.“, kommentiert Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der LINKEN im Bundestag den IPCC-Sonderbericht des Weltklimarates, der den Schwerpunkt Klimawandel und Landsysteme hat.

Tackmanns Kommentar zur Antwort der Bundesregierung – Schadholz

„Angesichts der Menge des bereits angefallenen und noch zu erwartenden Schadholzmengen ist die Antwort der Bundesregierung auf die Schriftliche Frage nach der Unterstützung für eine sinnvolle Verwertung zynisch. Wer nur auf den Markt und zulässige Regeln zur thermischen Verwertung verweist, hat die Dimension des Problems nicht verstanden oder ignoriert es. Auf Kosten der Forstleute und dem Klein- und Kleinstwaldbesitz. Förder- und Forschungsprogramme sind sicher auch und vor allem für die Zukunft wichtig, ersetzen jedoch nicht die jetzt dringend notwendige Soforthilfe zur Krisenbewältigung.“

Wald braucht politische Strategie

„Der Druck durch Kalamitäten im Wald wächst und hat in einigen Regionen dramatische Ausmaße erreicht. Dass viel zu zögerlich begonnen wurde, Fehler der Vergangenheit zu korrigieren, hat dazu beigetragen. Weil ein strategischer Ansatz in der Waldpolitik fehlt, bleibt es bei reaktiven Maßnahmen. Und das obwohl die Bundesregierung einräumt, dass waldbauliche Maßnahmen ein wesentliches Instrument der Vorbeugung gegen Forstschädlinge ist. Trotzdem fehlt weiter die notwendige Unterstützung für dieses Generationenprojekt. Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer müssen ihren Teil der Verantwortung übernehmen, aber ohne mehr öffentliche Unterstützung wird es nicht gehen. Von den zu hohen Zugangshürden zur Hilfe mal ganz angesehen. Dabei wird viel mehr Dynamik dringend gebraucht! Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Wald muss ultima ratio in absoluten Ausnahmesituationen sein.“,  kommentiert Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE, die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage „Pflanzenschutz im Wald und mögliche Problemlösung“ (Drs. 19/11452)