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„Für Lockangebote mit Lebensmitteln zu Dumpingpreisen zahlen die Agrarbetriebe, Nutztiere und die Natur die Zeche. Deshalb müssen sie endlich konsequent geächtet werden. Es kann nicht sein, dass nur ein kleiner Teil der Verkaufserlöse bei den Erzeugerbetrieben ankommt – beim Fleisch zum Beispiel nur 22 Prozent -, während die Kassen der Konzernzentralen gut gefüllt werden. Dass sich die Bundesregierung offensichtlich weiter mit diesem Ungleichgewicht abfindet trägt zu den aktuellen Konflikten in der Landwirtschaft bei.“, kommentiert Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der LINKEN im Bundestag, die Antwort der Bundesregierung auf die Schriftliche Frage Nr. 11/360.

Dr. Kirsten Tackmann weiter:

„Seit mehr als einem Jahr sagt Bundesministerin Julia Klöckner, das Lockangebote mit Dumpingpreisen gar nicht gehen – zuletzt auf dem Agrargipfel im Kanzleramt. Auf meine wiederholte Nachfrage, welche Maßnahmen hierzu konkret geplant sind, ist die Bundesregierung nicht auskunftsfähig. Hier wird einer gesamten Branche vorgegaukelt, dass das Problem der Dumpingpreise gelöst werden muss, aber konkrete Handlungsschritte sind Fehlanzeige. Das ist eine Kapitulation vor den Konzernen und unverschämt angesichts der schwierigen sozialen Lage bei vielen, die jeden Tag, aber oft ohne anständige Bezahlung unsere Ernährung sichern. Aber auch gegenüber den Verbraucherinnen und Verbrauchern, weil unsere natürliche Lebensgrundlage damit gefährdet wird.“

Berlin, 19.12.2019

Hier lesen Sie die Antwort der Bundesregierung.