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„Die nachhaltige Aquakultur hat ein enormes Potential. Damit sie ihre Entwicklungs-chancen stärker nutzen kann, müssen ihre Grundlagen verbessert werden. Daher fordert die Linksfraktion mehr Forschungsmittel für die einheimische Fischproduktion,“ erklärt Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE. Sie kommentiert damit die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage 17/10497 "Unterstützung nachhaltiger Aquakultur".

©fritz zühlke www.pixelio.de

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Tackmann weiter:

"Die Bundesregierung betont zwar, wie wichtig ihr die Aquakultur ist. Sie stellt aber zu wenig Forschungsmittel bereit, deshalb bezweifele ich diese Aussage. Sie verweist auf das sowieso unterfinanzierte Bundesprogramm Ökolandbau, dessen fachliche Grundlagen von schwarz-gelb darüber hinaus auch noch verwässert wurden. Sowohl das Forschungs- als auch das Agrarministerium sollten hier "Butter bei die Fische" geben und mehr Forschung ermöglichen. Beispielsweise im Bereich alternativer Futtermittel oder verbesserter Absatzmöglichkeiten regional erzeugter Fischprodukte. Auch bei der Zucht von Aal oder Zackenbarschen besteht noch Forschungsbedarf. Neben den Forschungsfragen muss dringend die wirtschaftliche Lage der einheimischen Fischereibetriebe verbessert werden. Beispielsweise durch bessere Vermarktungsmöglichkeiten und gezielte Verbraucherinformation. Dass nur niedrige Löhne in der Aquakulturbranche gezahlt werden, hat die Bundesregierung bestätigt."

Im Jahr 2011 wurden 89 Prozent der in der Bundesrepublik verzehrten Fischprodukte importiert, wie die Anfrage der Linksfraktion ergab. 15 Kilo Fisch landen im Durchschnitt auf jedem Teller.

Die Kleine Anfrage und die Antwort der Bundesregierung finden Sie hier.