alt= alt= alt=

START  |  AKTUELLES  |  PRESSE   |  ZUR PERSON   |  FOTOSTRECKE  |  KONTAKT

Der dreiundzwanzigjährige Gewerkschafter Tobias Henke, gebürtig aus der Sächsische Schweiz und jetzt in Hamburg lebend, arbeitet als Auszubildenden- und Dual Studierendenvertreter bei der Deutschen Telekom AG. Vom 19. bis 23. Juni war er bei LINKE Politik konkret – fünf Tage beider Linksfraktion im Bundestag dabei. Büro Tackmann nahm ihn unter „seine Fittiche“. Hier seine Eindrücke:

Kirsten Tackmann und Tobias Henke bei LINKE Politik konkret - fünf Tage bei der Linksfraktion

Kirsten Tackmann und Tobias Henke bei LINKE Politik konkret – fünf Tage bei der Linksfraktion

Meine Eindrücke von der Woche in der Linksfraktion im Rahmen von „LINKE Politik konkret 2017“  

„Eine Woche Linksfraktion liegt nun hinter mir und ich bin überzeugter denn je. LINKE Politik ist für mich ein Fels in der Brandung oder besser gesagt: Ein wichtiger Bestandteil zur Zukunft dieses Landes.

Wie ich wieder einmal mehr feststellen konnte, wird dieses Selbstverständnis im Bundestag mehr und mehr mit Füßen getreten. Denn auf eine SPD kann man nicht mehr zählen. Von dessen Seiten hörte man die letzten vier Jahre solche Sätze wie: Die Funktionslogik des Bundestages sieht einfach nicht vor, das sich die Opposition mit ihren Vorhaben durchsetzt. Das zu lesen schreckt mich ab, von einem Politikverständnis, was ich nie haben werde.

Nach fünf Jahren Mitgliedschaft in der SPD, die geprägt waren von etlichen Fehlentscheidungen, die ich irgendwann nicht mehr mittragen wollte, bin ich nun auf der Suche nach einer neuen Partei, der ich angehören möchte. Mit meinem gewerkschaftlichen Verständnis gibt es da für mich aktuell nur eine wahre Alternative. Das ist für mich DIE LINKE.

Vor allem nach dem Beschluss der einheitlichen Grundausbildung für Pflegeberufe sowie der erneuten Ablehnung für die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung in dieser Woche im Bundestag ist mir einmal mehr klar geworden: Als Gewerkschafter kann ich nur DIE LINKE wählen.

Diese Woche hat mir zudem gezeigt, dass man an Anträgen, die schon mehrmals abgelehnt wurden, dran bleiben und weiter für seine Erfolge als Oppositionspartei kämpfen muss. Themen immer wieder hervorzuholen und die Koalition damit zu nerven, das ist der richtige Ansatz, um starke Oppositionspolitik zu beherrschen.

Kirsten Tackmann kann das. Mit ihrer starken Persönlichkeit und ihrem Selbstverständnis hat sie mir in einem 1:1 Gespräch erklärt, was wichtig ist, damit man diese Berufung, diese Leidenschaft als Bundestagsabgeordnete auch leben kann. Es ist eben nicht einfach ein Job mit geregelten Alltag. Man trifft jeden Tag Entscheidungen, die weitreichende Folgen haben können und so beschäftigt man sich mit vielen Themen, mit denen man sich sonst nie so beschäftigt hätte.

Das schafft Kirsten Tackmann natürlich nicht allein. Dafür hat sie ein Team, was nach meiner Auffassung nach komplett hinter ihr steht. So auch Christian Schneider. Er als mein Mentor holte mich ab, führte mich hinter die Kulissen und zeigte mir, wie gewisse Abläufe funktionieren. An dieser Stelle möchte ich mich für die Einblicke, die mir ermöglicht wurden, herzlich bedanken. Meine Erwartungen war zu erfahren, wie ein Arbeitstag einer Abgeordneten ausschaut, welchen Zeitaspekt es mitbringt, wo man an seine Grenzen stößt und was in einer typischen Sitzungswoche in Berlin alles so passieren kann. Diese wurden zu einem Großteil von allen Beteiligten erfüllt. Natürlich kamen dabei auch Diskussionen und Gespräche, unter anderem mit Sarah Wagenknecht, Matthias W. Birkwald, Jutta Krellmann und Nicole Gohlke nicht zu knapp. In den Gesprächen und Diskussionen, natürlich auch mit Kirsten Tackmann haben sich viele meiner Fragen beantwortet, vor allem eine: Ist es Zeit für einen Politikwechsel? – JA ! Definitiv – aber nicht ohne DIE LINKE.

Zusammenfassend muss man sagen: Politik kann trocken sein, das war sie auch an einigen Stellen in dieser Woche. Stellt man sich die Frage, woran liegt es? Ich habe in den letzten Tagen Antworten gefunden. ‚Alt-eingesessene‘ Bundestagsabgeordnete, langgezogene, unnötige Debatten, verstaubte CDU und ‚koalitionszwanghafte Politik‘ führen dazu, dass es eben nicht ein wenig spannender ist.

Man sollte einfach mehr mitgestalten lassen. Ich würde mir wünschen, dass sich das Selbstverständnis von Koaltions- und Oppositionsarbeit etwas lockert und man auch mal an die Menschen denkt, für die man dieses Mandat innehat. Vor allem im Jahr der Bundestagswahl kann ich einige Entscheidungen von dieser Woche absolut nicht nachvollziehen. DIE LINKE hat richtige und wichtige Anträge eingebracht – wie immer wurden sie abgeschmettert. Das ist nicht die Politik, für die ich stehe.

Deswegen bringe ich mich ein und beteilige mich weiterhin an gewerkschaftlicher Politik und vielleicht auch bald an der Seite der LINKEN, denn auch ich bin ein Kämpfer! Damit wünsche ich Euch einen erfolgreichen Wahlkampf! Gebt niemals auf und bleibt dran! Ich stehe bereit und hinter den linken Idealen, für die ihr jeden Tag einsteht! Freundschaft!“