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„Trotz der brisanten Ergebnisse einer neuen französischen Risikostudie zu gentechnisch verändertem Mais sieht die Bundesregierung keinen Handlungsbedarf. Statt die Zulassungen auszusetzen, listet sie lediglich Prüfaufträge auf“, kommentiert Dr. Kirsten Tackmann die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage zum Gentech-Mais NK 603. Die agrarpolitische Sprecherin der Linksfraktion hatte die Bundesregierung nach ihren Rückschlüssen aus den neuen Forschungsergebnissen gefragt.

© Rudolpho Duba www.pixelio.de

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Tackmann weiter:

„Die Linksfraktion fordert die Bundesregierung zu einem sofortigen Zulassungsstopp aller Gentech-Pflanzen auf, mindestens bis zum Abschluss der Überprüfung. Die Zulassung für NK 603 und weitere herbizidtolerante Pflanzen muss ebenfalls ausgesetzt werden. Dies kann Ministerin Aigner nach Artikel 34 der Verordnung 1829/2003 auch national regeln, so lange es in Brüssel noch keine Einigkeit geben sollte. Die Defizite des EU-Zulassungsverfahrens für Gentech-Pflanzen zeigen sich immer deutlicher. Neben Langzeitversuchen müssen auch Gentech-Pflanzen und Pestizide gemeinsam statt voneinander getrennt überprüft werden.

Der Gentechmais NK 603 hat eine Zulassung als Lebensmittel und darf auch zur Verfütterung an Nutztiere verwendet werden. Die französischen Forscher haben in ihrer Studie festgestellt, dass dieser Mais zu mehr Krebserkrankungen und einem früheren Tod bei Ratten führen kann. Die Beimengung des Unkrautvernichters Glyphosat kann diese Wirkung noch verstärken. Im Gegensatz zu sonstigen Untersuchungen, wurden die Versuchstiere nicht nur 90 Tage, sondern zwei Jahre untersucht. Die Studie zeigt eindeutig, wie wichtig Langzeituntersuchungen sind.“

Die Antwort der Bundesregierung lesen Sie hier.