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Am 17. März lud Dr. Kirsten Tackmann 45 Schüler_innen aus Perleberg und französische Austauschschüler_innen in den Bundestag ein.

„Setzen Sie sich für Ihre Interessen ein!“ Immer wieder ermutigte Kirsten Tackmann die Schülerinnen und Schüler, sich in die Politik einzumischen, denn wer wenn nicht sie sollten die Gesellschaft gestalten – und zwar in ihrem eigenen Interesse.

Sie selbst habe ihre Einmischung – ungeplanterweise – in die Politik geführt. ‚Machs doch selber‘, hätte man ihr auf Kritik hin gesagt – und so machte sie. Im Widerstand gegen das geplante Bombodrom in der Kyritz-Ruppiner Heide und gegen die Schließung des Institutes, in dem sie als Wissenschaftlerin arbeitete. Die Erfahrung, was man kollektiv und in Bündnissen erreichen kann, habe sie geprägt .

Was man denn als Einzelne für die Bildung tun, war auch gleich die erste Frage einer Schülerin und auch hier Kirsten Tackmanns Ermutigung, sich als Schülervetreterin zu engagieren oder Schülerparlamente zu bilden. Sich zu organisieren – aber auch Verbüdnete zu suchen sei wichtig. Und lassen sie sich nicht abspeisen. Vor allem lassen Sie sich nicht erzählen, es wäre kein Geld da.“

Eine andere Schülerin bemängelte, dass Politik zu wenig in der Schule behandelt wird und man deshalb Schwierigkeiten habe, da durch zusehen. Kirsten Tackmann Tipp dazu: „Laden Sie sich Politiker in die Schule ein und fragen Sie sie nach ihren politischen Zielen. Und wenn etwas unverständlich ist, fragen Sie ihre Abgeordneten. Sie müssen Ihnen erklären können, was sie wie sie warum  – es sind Volksvertreter und werden vom Volk bezahlt.“

In Brandenburg gilt das Wahlrecht für Jugendliche ab 16 Jahren. Dafür habe Kirsten Tackmann damals gestritten, denn warum sollten Jugendliche nicht in der Lage sein, politisch zu entscheiden. Die Nachfrage eines der fanzösischen Begleiter, wer von den Jugendlichen denn für eine Wahl ab 16 sei, zeigte, dass – zumindest unter den anwesenden Schüler_innen – die überwältigende Mehrheit war.

Die französischen Begleiter berichteten vom Rechtspopulismus und Rechtsextremismus in Frankreich und erfragten die Situation in Deutschland. DIE LINKE ist konsequent gegen Rechtsextremismus wie gegen alle Formen von Ausgrenzung und organisiert auch den Widerstand – bis hin zu Straßenblockaden. Die einzige Determinante dabei sei: es muss friedlich bleben – keine Gewalt. Sie als Abgeordnete würde dafür Sorge tragen, dass dieser Widerstand akzeptiert wird. Viele junge Leute sind dabei – und es sei ihre Form des Protestes.

Kirsten Tackmann berichtete vom Programm „Tolerantes Brandenburg“, das verschiedene Initiativen für Demokratie und Toleranz vereint.

Und auch die  zu den Auslandseinsätzen der Bundeswehr wurden thematisiert, wo die DIE LINKE eine klare Position dagegen bezieht.

Insgesamt eine sehr lebendige Diskussion – von denen nicht nur die Schülerinnen und Schüler etwas hatten.