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Ein paar Anmerkungen von Christian Schneider, der uns als Praktikant 9 Wochen unterstützte und den wir nur schwer wieder gehen lassen… Zum Abschied hinterließ er uns sein selbst entworfenes Plakat „Jeder Tag beginnt rot“ DIE LINKE. Der nächste Wahlkampf kommt bestimmt…

Das klingt jetzt mehr nach „In der Hängematte liegend Dokumente überfliegen“ als es tatsächlich war. In Anbetracht des schnellen Vergehens der Zeit, war das Füße-Hochlegen übersichtlich. Während ich am Anfang in den zahllosen Gängen des Labyrinths Demokratie noch orientierungslos umherirrte, lief ich am Ende selbstbewusst auch die falschen Wege. Und gerade eingelebt, ist es dann auch schon wieder vorbei.

Als Student der Agrarwissenschaften an der Humboldt Universität zu Berlin, unweit vom Bundestag,  kam mir die fachliche Arbeit des agrarpolitischen Bereichs sehr entgegen. Mehr noch. Durch die Recherche zu wechselnden Themen von Aktualität im großen Feld der Landwirtschaft und das Zusammentragen von Inhalten mit klarem Ziel, wurde der schlafende Schweinehund des Interesses an meinem Studiengang wieder geweckt, der zuvor durch das konservativ strukturierte Studium eingeschläfert wurde.

v.l.n.r. Fraktionsreferent Christian Rehmer,Christian Schneider, Büroleiterin Kerstin Bechtle, Dr. Kirsten Tackmann

In meiner Zeit hier durfte ich alles mitmachen, wo Leute gedankenvertieft vor Mikrofonen sitzen: AGs, AKs, Ausschüsse, Fraktionssitzungen, Tagungen, Konferenzen, Plenumssitzungen. Ich besuchte das Friedrich-Loeffler-Institut, futterte mich beim Catering der Fachgespräche der Grünen durch, verfasste wortverspielte Beiträge für „Nachhaltig Links“, sah H. C. Ströbele ohne Snowden im Körbchen und hörte vielen Worten zu. Außerdem weiß ich dank des Praktikums, dass es einen „Plan B“ gibt, um den Weltuntergang hinauszuzögern.

Es wurde einem ganz schön schwindelig bei der Vielfalt der Themen, die, aufgrund des geringen Personals von einem Oppositionsbüro, im breiten Bereich der Landwirtschaft abgearbeitet werden muss. Mir wurden jede Menge Türen gezeigt, deren Klinke man bei vorhandenem Interesse putzen könnte. Ich durfte überall hineingucken und mitmischen und wurde dabei von Anfang bis Ende gut strukturiert und wohlwollend durchgeführt. Auch wenn mir etwas die Augen tränten, weil man etwas zu lange ins brennende Feuer der parlamentarischen Demokratie sah und die Meinungsvielfalt dabei oft nur am Rand glomm.

Christian, der Jüngere