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Gestern und heute trudelten im Berliner Büro der von Kirsten Tackmann hunderte Protestbriefe der Milchbäuerinnen und Milchbauern aus ganz Deutschland ein. Das Büro wird sich sehr bemühen jedem Milchbauern und jeder Milchbäuerin eine Antwort per Post in den nächsten Tagen zu kommen zu lassen. Bitte haben Sie Verständnis, wenn es sich etwas verzögern wird, wie sie sehen, wir sind mit Frau und Mannschaft bei der Arbeit.

Post der Milchbäuerinnen und Milchbauern im Berliner Büro angekommen

Schuld an der Misere der Milchbauern sind Marktversagen und die eigennützigen Interessen der Verarbeitungsbetriebe und des Handels.

Die Probleme der Milch sind aber nur die Spitze des Eisbergs. Die Menschen und ihr Grund und Boden dürfen nicht verspekuliert werden. Politik muss für faire Bedingungen und für eine flächendeckende regionale Milcherzeugung sorgen.

Ziel muss es sein, Arbeitsplätze in den Dörfern und kleinen Städten zu erhalten und eine umweltschonende Landnutzung im Interesse der gesamten Gesellschaft zu sichern. Ein sich selbst regulierender Markt wird das nicht leisten, vielmehr zerstört er die gewachsenen Strukturen und damit den sozialen Frieden in den ländlichen Räumen.

DIE LINKE fordert eine Stärkung der Erzeugerbetriebe. Sie brauchen mehr Einfluss auf die Preisgestaltung gegenüber den erpresserisch wirkenden und hoch konzentrierten Einzelhandelsstrukturen. Wir brauchen mehr Wertschöpfung in den Regionen durch Förderung regionaler Veredelungs- und Vermarktungsstrukturen für landwirtschaftliche Produkte.