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!! ACHTUNG!! DIESE SEITE WIRD NICHT MEHR AKTUALISIERT. Bitte wenden Sie sich mit Ihren Anliegen nach dem Ende des Mandats von Dr. Kirsten Tackmann am 26.10.2021 an die aktuelle Linksfraktion im Bundestag. Für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und konstruktive Kritik der vergangenen 16 Jahre möchten wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken.

„Trotz jahrelanger Diskussionen mit den Bundesländern und den Pflegeverbänden legt die Bundesregierung heute eine mit heißer Nadel gestrickte Reform der Pflegeausbildung vor. Damit wird die Gelegenheit verpasst, die Ausbildungen zur Pflegerin und Pfleger in der Gesundheits-, Alten- und Kinderkrankenpflege praxisnah weiterzuentwickeln. Die Koalition setzt auf das Gegenteil: eine Schmalspurausbildung, die für alle drei Berufe im Schnelldurchgang qualifizieren soll. So werden berufsspezifische Qualifikationen verloren gehen, insbesondere in der Säuglings- und Kinderkrankenpflege, aber auch in der Altenpflege. Den Nutzen haben die Arbeitgeber, die die generalistisch ausgebildeten Pflegefachkräfte in unterschiedlichen Bereichen nach Gusto flexibel einsetzen können“, erklärt Dr. Kirsten Tackmann zum Kabinettsbeschluss zur Reform der Pflegeberufe, der heute in der Befragung des Bundesregierung vorgestellt wurde.

Dr. Kirsten Tackmann weiter:

„Der Anspruch von Union und SPD, den Berufsstand aufzuwerten, wird so nicht erfüllt. Die Bundesregierung hat den Blick für die realen Pflegebedarfe aus den Augen verloren. Die Qualität der Pflege und die Ansprüche der Pflegefachkräfte an ihre eigene Arbeit bleiben auf der Strecke.

DIE LINKE dagegen wird im Gesetzgebungsverfahren für die Integration der Pflegeausbildungen ringen. Eine dreijährige duale Ausbildung mit unterschiedlichen Abschlüssen in der Gesundheits- und Krankenpflege, Kinder- und Säuglingskrankenpflege sowie der Altenpflege wäre der richtige Weg. Im Anschluss an die zweijährige Grundausbildung soll sich eine einjährige Schwerpunktsetzung anschließen. Die Pflegeausbildung muss integraler Bestandteil einer umfassenden Pflegereform sein. Das setzt voraus, dass wir die zukünftigen Beschäftigten optimal fördern, wertschätzen und ihnen eine vernünftige Berufslaufbahn in Aussicht stellen. Die Pläne der Bundesregierung werden dem leider nicht gerecht.“