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„Wenn unser Land für systemrelevante Tätigkeiten von Acker und Stall bis zur Ladentheke auch während der Pandemie nicht auf ausländische Arbeitskräfte verzichten kann, bedeutet das eine besonders hohe Verantwortung. Die Forderungen eines breiten gesellschaftlichen Bündnisses nach sofortigen Schutzmaßnahmen zur Minimierung des Corona-Infektionsrisikos für die Betroffenen sind unverzüglich umzusetzen. Die Corona-Pandemie macht die Abhängigkeit einer auf globale Märkte ausgerichteten Lebensmittelproduktion von Arbeitsmigration überdeutlich. Die Sicherung des Schutzes der Menschen, die in unserem Land helfen, ist unsere Verantwortung. Das gilt nicht nur, aber erst Recht in Krisenzeiten. Besondere pandemiebezogene Schutzmaßnahmen sind ebenso Voraussetzung wie soziale Sicherung und faire Bezahlung zum Schutz vor Ausbeutung.“, kommentiert Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag den Appell eines breiten gesellschaftlichen Bündnisses zu sofortigen Schutzmaßnahmen für Arbeitsmigrant_innen.

Dr. Kirsten Tackmann weiter:

„Gerade zur jetzigen Zeit muss der gesetzliche Mindestlohn für ausländische Arbeitskräfte eingehalten werden plus ein Pandemie-Aufschlag von 500 Euro für systemrelevante Beschäftigung. Sammelunterkünfte müssen während der Corona-Pandemie ausgesetzt und Schutzabstände für alle ermöglicht werden. Einzelzimmer müssen zum Standard werden. Hygienemaßnahmen, wie regelmäßiges Händewaschen und desinfizieren müssen in den Betrieben und am Arbeitsplatz gesichert werden. Saisonarbeitende gehören aufgrund der schweren körperlichen Tätigkeit zur Hochrisikogruppe. Diese gilt es jetzt zu schützen, im Interesse aller.“