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Der dritte Tag der Sommertour "Wege übers Land" stand für die agrarpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE ganz im Zeichen der Forstpolitik. Sie besuchte das von-Thünen-Institut in Eberswalde und das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin.

Dr. Kirsten Tackmann informiert sich über Aufnahmegeräte zur Bundeswaldinventur 3, ©Rehmer

Dr. Kirsten Tackmann informiert sich über Aufnahmegeräte zur Bundeswaldinventur 3, ©Rehmer

In Eberswalde wurde Dr. Tackmann vom stellvertretenden Institutsleiter für Waldökologie und Waldinventuren – Dr. Heino Polley – und Herrn Karsten Dunger begrüßt. Sie informierten die Abgeordnete, welche von ihrem Landtagskollegen Dr. Michael Luthardt begleitet wurde, über die Aufgaben des vTI, den Standort Eberswalde und die dritte Bundeswaldinventur.

Dr. Polley machte den BesucherInnen die Bedeutung einer regelmäßigen Waldinventur deutlich. Nur so können die Entwicklung der Wälder, der Holzzuwachs, die Baumartenzusammensetzung und (für die internationalen Klimaabkommen besonders wichtig) das Kohlenstoffspeicherpotential geschätzt werden. Durch das neue Bundeswaldgesetz wird es nun alle zehn Jahre eine Bundeswaldinventur geben. Für die Jahre 2011 und 2012 steht die dritte Aufnahme auf dem Programm. Dazu werden 50 Trupps in allen Bundesländern ca. 60.000 Aufnahmepunkte untersuchen. Dort werden Bäume gezählt, vermessen und Biotoptypen kartiert. Die Abgeordnete war tief beeindruckt von der enormen Vorbereitung einer solchen bundesweiten Untersuchung. Die moderne Technik wird für die BWI3 eine enorme Erleichterung im Vergleich zu den Erhebungen in der 1980er und 2000er Jahren darstellen.

Die Besichtigung eines Buchenwaldes im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin stand im Mittelpunkt einer Exkursion mit dem agrarpolitischen Sprecher der LINKEN Landtagsfraktion, Dr. Michael Luthart. Er informierte Tackmann über die bevorstehende Aufnahme des Grumsiner Forstes in das Weltnaturerbe. Die alten Buchen werden seit vielen Jahren nicht mehr genutzt. So entsteht wieder eine Wildnislandschaft, in welcher natürliche Prozesse und nicht menschliches Handeln die Entwicklung des Waldes beeinflussen. Wenn die Bewerbung der UNESCO gefällt, dann könnte der Grumsiner Forst zusammen mit vier weiteren Buchenwäldern in Deutschland dem Weltnaturerbe der Buchenwälder in den Karparten zugeordnet werden.