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Schmidt will Probleme von morgen mit Konzepten von gestern lösen

„Noch-Bundesagrarminister Schmidt zieht die völlig falschen Schlussfolgerungen aus dem gerade veröffentlichten Exportbericht 2017. Denn er propagiert ein ‚Weiter so‘, obwohl der Bericht den Irrweg der Agrarpolitik der vergangenen Jahre dokumentiert. Alle Sonntagsreden von mehr Wertschöpfung vor Ort, von regionaler Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte entlarvt der Exportbericht als scheinheilig. Denn die Schmidt’sche Agrarexportstrategie sichert vielleicht den Handels- und Verarbeitungskonzernen billige Roststoffe, und ist damit in deren Interesse. Aber sie stärkt nachweislich nicht den Erzeugerbetrieben den Rücken. Im Gegenteil, denn sie bedeutet in der Konsequenz, möglichst viel und möglichst billig produzieren zu müssen. Zum Preis der Ausbeutung von Menschen – oft in der besonders zynischen Form der Selbstausbeutung – von Tieren und der Schutzgüter Boden, Wasser und Luft. Aber genau das ist der Systemfehler, der aus Sicht der LINKEN dringend behoben werden muss!“, kommentiert Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE den Exportbericht „Agrarexporte 2017 – Daten und Fakten“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.