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„Erst vor knapp zwei Wochen stoppten Union und FDP im Haushaltsausschuss des Bundestags die fast zehnjährigen Vorbereitungen für die Ansiedlung eines Standorts des Bundesinstituts für Risikoforschung in Neuruppin, der den Verlust des FLI-Standorts in Wusterhausen für die Region kompensieren sollte. Nun fordert die schwarz-gelbe Koalition in einem Antrag , unter dem Abschnitt „Globale Märkte – lokale Arbeitsplätze“ den „Zugang zu Bildungs- und Forschungskapazitäten auch in ländlichen Räumen zu erhalten“. Daher wiederhole ich meine Forderung nach der Ansiedlung einer wissenschaftlichen Einrichtung des Bundes in Neuruppin.“, so Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der LINKEN im Bundestag.

Tackmann weiter:

„In jedem anderen Fall wäre der Antrag der Koalition reiner Zynismus. Ich fordere die Bundesregierung auf, den Worten Taten folgen zu lassen und den Verlust der wissenschaftlichen Arbeitsplätze im Nordwesten Brandenburgs zu verhindern.[1]

Gerade hat eine Studie der Universität Leipzig gezeigt, dass drei Viertel aller aus Ostdeutschland Abgewanderten trotz guter Erfahrungen im Westen eine Rückkehr in ihre alte Heimat erwägen. Wer es ernst meint mit einer Politik für die ländlichen Räume, muss die Voraussetzungen für die Bleibe- und Rückkehrwilligen im Blick haben. Schwarz-gelber Zentralismus steht dem im Wege. Stattdessen wird eine Strukturpolitik für die ländlichen Räume gebraucht, in der haushalterische Erwägungen nur ein Aspekt von vielen sein können. Gebraucht werden neben existenzsichernd bezahlter Arbeit vier Anker, die gesichert sein müssen: Mobilität, Bildung, Gesundheitsversorgung, Kommunikation.“


[1] 1996 hatte eine Union/FDP Bundestagsmehrheit das Aus für den Standort Wusterhausen/Dosse des Friedrich-Loeffler-Instutes beschlossen. ^